Bereits zum fünften Mal fand am letzten Wochenende das HEIMAT FESTIVAL (Hintergründe zum Festival könnt ihr hier im Interview nachlesen) im idyllischen Scheeßel in der niedersächsischen Provinz statt – genau da, wo nur Wochen später mt dem Hurricane Festival eine der größten deutschen Freiluftveranstaltungen gut 80.000 Besucher anlocken Heimat Festivalwürde.

Da wir dieses Jahr mit der kompletten Familie – und somit auch dem Handwritten-Nachwuchs – angereist sind, mussten wir unsere Festivalzeit gut dosieren und haben somit auf den Gig der ersten Band Flickering Lights und dem des späten Headliners Le Fly St. Pauli Tanzmusik verzichtet.

Also erreichten wir – beinahe pünktlich – das Festivalgelände und waren von Beginn an von der Organisation der Veranstaltung begeistert… denn es erwartete uns eine coole Location, ausreichend Platz auf dem Gelände, einige kulinarische Leckerbissen, sowie eine nette und entspannte Festival-Crew.

Ebenfalls entspannt hatten die Jungs von Leto bereits einen guten Teil ihres Sets hinter sich gebracht, als wir an der Bühne aufschlugen. Schade eigentlich, da ich die Jungs bereit schon seit ihrem Gig in Cuxhaven kannte und gerne mehr von ihnen gehört hätte! Gut, dass bald endlich das Debüt-Album kommen wird 😉!

Kurz darauf enterten The Palm Set die Bühne und auch hier traf ich auf keine Unbekannten – hatten Addi und seine Jungs doch damals auch schon die Döser Börse in Cuxhaven ordnungsgemäß gerockt. So zelebrierten die Hamburger also ihren zweiten Auftritt in der fünfjährigen Festival-Historie und Sänger Adrian ließ es sich nicht nehmen auch noch eine Rap-Einlage zum Besten zu geben – die mittlerweile schon auf ein gutes Maß angestiegene Party-Meute dankte es ihm übrigens begeistert.

Da Festivals ja dadurch bekannt sind, dass man meistens dann aufhören muss wenn es am schönsten ist, sollte es auch The Palm Set nicht anders gehen und sie verließen nach einer Dreiviertelstunde – ohne die lauthals eingeforderte Zugabe bedienen zu dürfen – die Bühne.

Kurz darauf sollte dann meine aktuelle Lieblings-Emo-Punk-Band Keele los legen, die ich ja erst kürzlich beim Handwritten Rockfest im Rattenloch Schwerte abgefeiert hatte. Nicht nur, dass die Hamburger alles gaben, darüber hinaus verrieten sie uns, dass man demnächst nach „Gut und Dir“ mit einem neuen Album rechnen kann – zumindest werden sie sich im September hierfür ins Studio begeben und der erste neue Song klang auch schon recht vielversprechend! Ach ja, wie sich das anhört, wenn man nur zweimal mit den Jungs geprobt hat und dann für den Gig das Schlagzeug bedient? Gut, sehr gut sogar 😎!

Und wenn der Papa zufrieden ist, dann freut sich das Kind – denn der Nachwuchs wurde dann nach dem Gig noch ordnungsgemäß mit Keele-Shirts eingekleidet! Wie war das noch mit dieser Win/Win-Geschichte? Nachdem ich den Jungs noch eine Zusage für ein Date in Cuxhaven abschwatzen konnte, freuten wir uns dann alle gemeinsam auf den nächsten Act des Abends.

Weiter sollte es nämlich mit einem fetten Brett gehen – selbige Indie-Rocker haben ja erst im Februar ihr Debüt-Abum „WutKitsch“ veröffentlicht und die kommenden 45 Minuten dazu genutzt, allen Gästen die noch nicht so textsicher waren, einen Querschnitt ihres Könnens zu zeigen – gönnt euch doch vielleicht auch noch das Interview, welches Mario erst neulich mit den Hamburgern geführt hat.

 

Was mir übrigens im Gegensatz zu großen Veranstaltungen und Festivals aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass man persönlich viel mehr Teil einer solchen Sache ist – das zeigt sich alleine daran, dass sich die Bands vor und nach den eigenen Auftritten im Publikum tummeln und man auch gerne das Gespräch suchen… sehr sympathisch!

So, weiter im Text! Denn nach der folgenden Umbaupause ging es dann mit der Alex Mofa Gang weiter, die vor mittlerweile ausverkaufter Hütte Vollgas gaben und das Publikum mit ihren „Perspektiven“ auf die richtige Betriebstemperatur hochkochte. Das Ganze gipfelte dann in einem kurzen Schuhkarton- und Crowdsurfing von Sänger Sascha, der sich diesen Spaß nicht nehmen ließ.

Auch wenn bei den Kids langsam die Luft raus war, wollten wir uns zumindest noch dem Beginn von Jaya The Cat anschauen, die mir bisher live noch nicht untergekommen waren – im Nachhinein kann ich nur von Glück sagen, dass wir noch so lange geblieben sind. Denn was sich dann ab 22:30 Uhr auf der Bühne abspielte, war eine abgefahrene Mischung aus Reggae-Ska-HipHop-Punk-Crossover und ließ mich staunend da stehen. Wer’s nicht glaubt, der sollte sich direkt das aktuelle Album „A Good Day For The Damned“ zulegen… oder besser noch einen der kommenden Gigs besuchen – der Auftritt beim HEIMAT FESTIVAL war dieses Jahr garantiert nicht meiner letztes Aufeinandertreffen mit den Wahl-Amsterdamern!

Wie beschrieben knickten wir uns dann den Auftritt der Jungs von Le Fly St. Pauli Tanzmusik, welche ich bereits zum vierten Mal beinahe gesehen hätte, aber aufgrund der späten Spielzeit auf Festivals irgendwie immer verpasse – aber irgendwann kriege ich das bestimmt nochmal hin!

Na ja, auf jeden Fall ging es dann kurz vor Mitternacht glücklich und zufrieden zurück an die Küste.

Mein Fazit fürs HEIMAT FESTIVAL:

Eine Spitzenorganisation von netten Menschen mit dem musikalischen Herz am rechten Fleck, die eine wunderbare kleine Jubiläumsveranstaltung auf die die Beine gestellt haben.

Das Line-Up war super, Essen und Getränke haben geschmeckt, die Preise waren moderat und somit kann man sich schon sehr auf die sechste Auflage des HEIMAT FESTIVAL im Sommer 2019 freuen!

Heute ist nicht alle Tage, wir komme wieder… keine Frage!

Fotos (bis auf Leto): Dana Küstenfuchs Fotographie

Die Seite des HEIMAT FESTIVALerreicht ihr hier, oder hier bei FACEBOOK.

 

FLICKERING LIGHTS
LETO
THE PALM SET
KEELE
BRETT
ALEX MOFA GANG
JAYA THE CAT
LE FLY ST. PAULI TANZMUSIK