Erst neulich hatte ich mich um ein Buch über den Weltstar David Robert Jones gekümmert, in dem es um die 100 wichtigsten Bücher (von mehreren 1000) ging, die der Brite zu Lebzeiten gelesen hatte.

Und wer zum Teufel ist jetzt bitte David Robert Jones?

Besser bekannt unter dem Künstlernamen David Bowie, hat der Gute in über 40 Jahren eine ganze Menge Songs für die Ewigkeit geschrieben – „China Girl„, „Heroes“ oder „Space Oddity“ hier nur mal exemplarisch zu nennen.

María Hesse und Fran Ruiz haben sich das Leben und die Geschichte des Ausnahmekünstlers vorgenommen und ihre ganz eigene Biographie geschrieben und illustriert – ist doch María Hesse eine anerkannte Malerin, die sich Fran Ruiz zur Seite genommen hat, um die einzelnen Zeichnungen mit Text zu begleiten.

Von der Geburt 1946 in London und dem „Großwerden“ in armen Verhältnissen, über die ersten Erfolge als ernstzunehmender Künstler, bis hin zu den Drogeneskapaden und dem leider viel zu frühen Tod vor vier Jahren in New York City – alle Epochen werden hier bildlich begleitet und trotz der teilweise harten Zeiten weitestgehend humorvoll beschrieben.

Themen wie der frühe Tod seines psychisch kranken Bruders, Bowies Verhältnis zu seinem ersten Sohn, seine Ehen und dem teilweise immer wieder vollzogenen Rückzug aus der Öffentlichkeit, der mit einem finalen Album kurz vor seinem Krebs-Tod einen Abschluss fand, finden hier Platz auf 168 Seiten (inkl. 116 Abbildungen) und ist für 22,-€ zu haben.

David hat einige Höhen und Tiefen in seinen knapp 70 Jahren erlebt, ob hier alles so bierernst genommen werden sollte bzw. ob hier alle Annekdoten auch wirklich so geschehen sind wie beschrieben, ist nicht klar – ist in dem Zusammenhang aber sowieso eher nebensächlich.

„Bowie, Ein illustriertes Leben“ macht durchaus Spass und dank der Übersetzung von Kristof Hahn wurden die Fakten und Fiktionen in ein für mich gut lesbares Format übersetzt – auf der anderen Seite ärgere ich mich ein wenig darüber, dass ich mich in den letzten Jahrzehnten zu wenig um die Geschichte von David Robert Jones gekümmert habe.

Natürlich sind mir die Songs immer wieder positiv aufgefallen, aber ein wenig mehr Hintergrundwissen hätte mir auf jeden Fall gut gestanden!