Also ich brauche wohl niemanden darüber aufklären, dass David Bowie über Jahrzehnte hinweg einer der bekanntesten Musiker dieses Planeten war, bis er leider vor vier Jahren viel zu früh gestorben ist.

Aber das David Robert Jones, wie der Londoner gebürtig hieß, neben seiner Vorliebe für die Malerei auch immer ein gutes Buch zur Hand hatte und bei seinen unzähligen Reisen und Touren nie ohne seine 1500 Werke fassende Reise-Bibliothek dabei hatte, davon wissen wahrscheinlich nur eingeschweißte Bowie-Fans.

 

Drei Jahre bevor David Bowie sich von dieser Welt verabschieden sollte, erstellte er eine Liste mit den 100 Büchern, die ihn während seines Lebens am meisten beeindruckt bzw. sogar teilweise sein Leben verändert hatte.

Der Buchautor John O`Connell hat sich im letzten Jahr dieser Liste angenommen und zu jedem erwähnten Buch ein paar mehr als interessante Zeilen verfasst, welche Bowie mit den Schriftstücken und in Teilen auch mit den entsprechenden Schriftstellern in Verbindung bringt. Was dabei heraus gekommen ist, wurde liebswürdigerweise von Tino Hanekamp für den KIWI-Verlag übersetzt und erblickte erst kürzlich unter dem Titel „Bowies Bücher: Literatur, die sein Leben veränderte“ das Licht der Welt – und brachte mir den Ausnahmekünstler, der ja auch regelmäßig als Schauspieler unterwegs war, noch um einiges näher… denn musikalisch hatte er mich ja schon seit den 80ern durch Songs wie „Heroes„, „China Girl„, „Under Pressure“ oder „Space Oddity“ gehabt.

 

Nach einer ausführlichen Einleitung, die uns allen einen kleinen Abriss über das Leben von David Bowie verschafft, tauchen wir dann mit »Clockwork Orange« direkt tief in die Materie ein. Aber auch die George Orwell Klassiker »1984« und »Im Innern des Wals« dürfen genauso wenig fehlen, wie »Teenage: Die Erfindung der Jugend« von Jon Savage.

Oder aber auch »Berlin Alexanderplatz« von Alfred Döblin – besonders die Hauptstadt hat es Bowie bei seinen literarischen Ausflügen angetan, hat er doch in den 70ern für einige Zeit dort gelebt und während dieser Zeit versucht seine Süchte in den Griff zu bekommen, was damals nachweislich nicht wirklich gelungen ist.

David Bowie hat Literatur in allen seine Facetten geliebt, das merkt man… denn nicht nur die großen Werke hatten es ihm angetan – nein besonders die Underground-Autoren haben immen einen großen Platz in seinem Herzen gefunden. Ob Romane, Bücher über Kunst oder auch Biografien verschiedenster Künstler, er frass praktisch alles was im vor die Linse kam – analysierte, verarbeitete, rezensierte… und übernahm vieles von dem Gelesenen für sich und sein reales Leben.

 

Ich persönlich bin durch „Bowies Bücher: Literatur, die sein Leben veränderte“ definitiv schlauer geworden – was mein Wissen über den Ausnahmekünstler und mein Wissen über Literatur betrifft. Ich glaube ich werde die Tage mit meiner eigenen „David Bowie Liste“ in den Buchladen meines Vertrauens gehen und den Einkaufsbeutel füllen.

Solltet ihr übrigens auch tun… aber denkt dran, erst das Buch hier holen und ein paar Titel raussuchen!

HOMEPAGEFACEBOOK