Als Progressive-Metal-Fan wird man bei den Namen Mike LePond und James LaBrie natürlich automatisch hellhörig. LePond hat mal den Bass bei Symphony X gezupft und Herr LaBrie dürfte von seiner Gesangstätigkeit bei Dream Theater wohl auch bekannt sein. Während LePond aber wohl festes Mitglied bei Last Union ist, hat LaBrie drei Songs des Album „Twelve“ eingesungen und wird als Gast genannt! Mit von der Partie ist auch ex-Helloween-Schlagzeuger Uli Kusch. Gegründet wurden Last Union aber wohl von Sängerin Elisa Scarpeccio und dem Gitarristen Christiano Tiberi. Wenn man sich für das Debütalbum solch prominente Unterstützung ins Studio holt, dann kann man dann auch mal genauer hinhören.

Musikalisch sind Last Union irgendwo zwischen Power und Progressive Metal unterwegs, und das durchaus sehr gut. „Most Beautiful Day“ eröffnet das Album und neben der druckvollen Produktion fällt besonders der Gesang von Elisa auf. Ihre Stimme ist hell und klar, setzt sich aber deutlich von ihren Gesangskolleginnen ab, welche oft mit zu vielen klassischen Einflüssen in der Stimme unterwegs sind. Eigentlich hat sie für diese Art von Musik die perfekte weibliche Stimme, klar und hell, aber in den entscheidenden Momenten genug Punch um die Refrain kräftig anzustimmen!

„President Evil“ ist der zweite Song des Albums, während im Opener auf ausgefeilte Melodien gesetzt worden ist, legt man hier härtetechnisch einen Gang zu, das hat vielleicht auch damit zu tun, dass hier James LaBrie am Mikrofon steht. Auf dem letzten Dream-Theater-Album hat vielleicht genauso ein zupackender Song gefehlt!

„The Best Of Magic“ nimmt sich wieder etwas zurück und ist nach den beiden sehr guten ersten Songs ein kleiner Bruch. Irgendwie will der Song nicht zünden! „Hardest Way“ hingegen überzeugt mit klasse Melodien, tollen Gitarrenlinien und packendem Gesang. Glücklicherweise gibt es auf „Twelve“ noch mehr Songs, welche sich hier positiv einreihen!

Da wären noch die beiden James-LaBrie-Tracks „Taken“ und „A Place In Heaven“ zu nennen, als auch „Purple Angels“ und „Back In The Shadow“.

Fazit: Gutes und überzeugendes Debütalbum. Ich bin gespannt, was wir von der Band noch zu hören bekommen werden!

 

1. Most Beautiful Day
2. President Evil (Feat. James LaBrie)
3. Hardest Way
4. Purple Angels
5. The Best Of Magic
6. Taken (Feat. James LaBrie) – Radio Edit
7. 18 Euphoria
8. A Place In Heaven (Feat. James LaBrie)
9. Ghostwriter
10. Limousine
11. Back In The Shadow
12. Taken (Feat. James LaBrie)
13. President Evil (Feat. James LaBrie) – Video Version

http://www.lastunion.it/

Last Union - Twelve (ROAR, 21.12.2018)
4.0Gesamtwertung