Vor etwas über einem Jahr hatte ich mir das vierte Peter-Piek-Album „+“ im Rahmen einer Rezension vorgenommen, jetzt präsentiert er uns mit „Love And Death Are Bigger“ das nächste Video des Longplayers.

Nun stand uns Peter passend zur anstehenden Veröffentlichung für ein paar kurze knackige Fragen zur Verfügung…

… na dann mal viel Spaß!

 

 

Hallo Peter, schön dass du dir ein wenig Zeit für unser Magazin genommen hast! Wie geht’s dir, was macht die Kunst?

Hallo! Mir geht es sehr gut und die Kunst kommt gut voran und entwickelt sich. Das macht Spaß.

 

Mit dem Video zu „Love And Death Are Bigger“ steht ja nun die nächste Veröffentlichung bereit. Das Video wurde mit dem Filmteam von den RUMORE STUDIOs aufgenommen, wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Ich weiß gar nicht, ob ich das wirklich ehrlich alles erzählen kann. 🙂 Die Zusammenarbeit mit Maria Palmieri von Rumore begann ziemlich wild. Maria war vor ein paar Jahren auf einem meiner Konzerte. Ich spielte eine Tour in Italien mit Chris, meinem Schlagzeuger aus der Schweiz. Und wir spielten in diesem Ort Foggia in Süditalien, einer der wenigen Orte in Italien die nicht durch ihre Schönheit auffallen, sondern im Gegenteil eher hässlich verwildert und heruntergekommen sind. Aber mit Charme und Charakter. Da spielten wir also in einem kleinen Club. Maria war mit ihrem Freund da und wurde immer betrunkener, schickte ihren Freund nach Hause und stürzte sich anschließend auf uns. Das beruhte aber ganz auf Gegenseitigkeit. Sie knutschte dann abwechselnd mit Chris und mir. Das war cool. Nach so einer intensiven Begegnung bleibt man natürlich in Kontakt.  Seitdem ist viel passiert und es ist unglaublich wie sie sich künstlerisch entwickelt hat. Sie ist in der Welt unterwegs, fotografiert eine Menge Leute und ist trotzdem in Foggia engagiert und hat dort kürzlich ihr eigenes Studio eröffnet. Da lag es nahe eine Zusammenarbeit zu versuchen. 2016 war ich dann wieder in Italien. Damals mit dem Songwriter Bernhard Eder der mich auf der E-Gitarre begleitete. Wir hatten nicht viel Zeit, nur einen Nachmittag in Foggia. In dieser kurzen Zeit entstand das Video. Bernhard hatte zum Glück seine Trompete dabei, die ich dann im Video wie ein Verrückter aus der Erde grabe. Und auch wieder eingrabe. Warum? Ich weiß es nicht. Das Finden ist schöner als das Besitzen. Besitzen tut man eh nichts wirklich. Ich bin froh, dass das Video jetzt endlich veröffentlicht wird.

 

Wer hatte die Idee zu dem doch durchaus reduzierten, aber dennoch sehr aussagekräftigem Video?

Auf so eine Tour verbringt man eine Menge Zeit im Auto. Das kann eine ganz kreative Zeit sein. Bernhard und ich haben da ganz viel debattiert und Ideen zusammen entwickelt. Maria hat sich dann auf das wesentliche konzentriert und ihre eigene Vision verwirklicht. Sie wollte auch unbedingt ein Video für genau diesen Song, „Love and Death Are Bigger“, machen.

 

Das aktuelle Video entstand in Italien, „1st Song“ im letzten Jahr in Island… überhaupt bist du scheinbar gerne in der Welt unterwegs – neulich ja erst die Tour an der amerikanische Ostküste. Was treibt dich immer wieder in die „große weite Welt“… warst du schon immer so ein Weltenbummler?

Ja, ich weltenbummle recht gern. Ich denke das ist auch der Hauptgrund, warum die Mehrzahl meiner Songs auf Englisch ist. Damit kommst du leichter ins Ausland. Ich liebe es zu verreisen. Und am Besten ist es, wenn du an einem Ort kein Tourist, sondern Teil von etwas bist. In der kurzen Zeit, an dem ich an einem Ort bin, fühle ich mich wie Teil dessen. Als ein Teil einer Szene. Bis ich dann wieder weg bin. Das ist wunderbar.

 

Schaut man sich auf deiner Homepage um, dann erkennt man relativ schnell, dass du nicht nur als Musiker, sondern besonders im Bereich der Malerei unterwegs bist. Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei – oder anders gefragt… inspiriert dich die Musik zum Malen, oder motivieren dich eher deine Gemälde und Kunstwerke zum Komponieren?

Es war beides tatsächlich zur gleichen Zeit da! Ich fing parallel an Songs zu schreiben und Bilder zu malen. Beides inspiriert und beeinflusst sich gegenseitig.

 

Vor gut einem Jahr hattest du dein Album „+“ veröffentlicht, welches dann im März 2017 vom Göttinger Plattenladen VINYL RESERVAT noch einmal als Doppel-LP gepresst wurde. Wie ich hörte haben die Göttinger damals extra ein Label gegründet, um die LP zu veröffentlichen – eine nicht alltägliche Vorgehensweise, oder?!

Ja, das stimmt. Hans-Philipp vom Vinyl Reservat ist ein Fan des Albums und konnte es einfach nicht ertragen, als ich ihm erzählte, dass es nicht auf Vinyl erhältlich ist. Da gründete er kurzerhand ein Label und finanzierte die Pressung. Das hat mich riesig gefreut. Die Platte klingt tatsächlich auch viel besser als die CD!

 

Mit deiner lieblichen und ruhigen Stimme bedienst du ja vor allen Dingen Freunde der sanften Töne. Wann hast du gemerkt, dass du mit so einer begnadeten – und sehr hohen – Gesangsstimme gesegnet bist?

Lieben Dank für das Kompliment! Das hat sich über Jahre hinweg entwickelt und gerade die erste Zeit, als ich einfach nur Gitarre spielen wollte, dann aber keinen Sänger zur Verfügung hatte, habe ich meine Zuhörer ganz schön mit meinem Gesang gequält. Inzwischen hat mein Gesang seine Eigenheit und auch seine Fans gefunden, aber das war ein langer Weg.

 

Gab es irgendwann in deiner Karriere auch mal den Versuch oder die Absicht auszubrechen und musikalisch gesehen härtere Töne anzuschlagen?

Ich werde ganz bestimmt nicht anfangen zu grölen oder zu schreien. Das ist einfach nicht mein Ding. Was ich mir aber schon vorstellen könnte, was ich auch immer wieder versuche, ist einen rauhen Sound mit der weichen stimme zu kontrastieren. Wenn man das aus der Songwriter-Perspektive betrachtet ist es ziemlich hart. Ich hätte aber auch Bock auf ein supersoftes Album. (lacht) Mal schauen.

 

Wie sieht die Zukunft von Peter Piek aus, was kommt als nächstes? Liegen bereits neue Kompositionen in der Schublade, sind die nächsten Orte auf der Weltkarte schon für das nächste Video markiert?

Ja, absolut! 2018 wird irre viel passieren. Ich habe ein neues Album in den Startlöchern. Also, es gibt tolle neue Songs in der Schublade. Und viele Pläne für Ausstellungen und Reisen. Eines der größeren Projekte ist eine Reise mit dem Zug von Leipzig nach Peking, währenddessen ich das Album im Zug aufnehmen möchte, mit all den Geräuschen, die so eine Reise mit sich bringt. Dabei möchte ich auch Songs schreiben und diese sofort aufnehmen. Dazu soll dann auch gleich ein richtiger Film entstehen.

 

Vielen Dank, das war’s schon fast. Möchtest du unseren Lesern abschließend vielleicht noch etwas mit auf den Weg geben?

Ja. Love and death are bigger.

 

Dann bleibt mir eigentlich erstmal nur, dir eine schöne Zeit und auch weiterhin Erfolg für die nächsten Jahre zu wünschen…!

Danke! Euch auch eine gute Zeit!

 

Jetzt haben wir euch aber lange genug auf die Folter gespannt… hier nun exklusiv das neue Musikvideo zu „Love And Death Are Bigger“ – viel Spaß damit!

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