Crossover thrash aus Österreich? INSANITY ALERT? Ersteinmal großes Kopfschütteln. Eigentlich kenne ich einiges aus unserem Nachbarstaat, aber diesen wilden Haufen leider bisher nicht. Dann steht da noch der Name Andy Classen auf dem Waschzettel der Promofirma und meine Ohren spitzen sich sofort. War der gute Andy doch im den 90ern u.a. bei den coolen HOLY MOSES am shredden und hat sich später einen sehr guten Namen als Knöpfedreher gemacht. Die Spannung steigt.

Aber jetzt ersteinmal auf play gedrückt:

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Der erste Song heist “ disco demolition“ und zeigt gleich an wo die Reise hingeht. Ich bin sofort in den Endachzigern/Anfang 90er gelandet. Ein mosh/thrash/crossover-part reiht sich an den nächsten. Tempo und midtempo im tollen Wechsel, shreddige Soli und alles gleich zum mitgröhlen – „life`s too short for longboards“! Ich muss sofort an die geilen MUCKY PUP oder an SUICIDAL TENDENCIES, NUCLEAR ASSAULT, D.R.I. und Co. denken – herrlich. Alle Texte sind lustig bis albern gehalten aber schön erfrischend, wie auch die tolle Produktion. Andy hat das wiedereinmal schön transparent und satt hingedreht ohne den thrashigen Partyfaktor zu verlieren.  „Pact with satan“ eine witzige Parodie auf eben dieses Thema im Speed-Tempo mit Mosh-Ende. „Wake and bake“ mit peace-alter-lets-get-hight-Intro ist mit 2:46 schon der längste Song der Platte. Der Rest knallt cool in diesem thrashigen Stil durch die Lauscher. Sehr kurzweilig, aber die 15 Songs sind auch schon in 26 Minuten vorbeit. Ist aber vollkommen ausreichend um einen mal schnell in die Zeitmaschine zu setzen und geil abzufeiern.

Trotz des Spasses und der Albernheit, ist hier handwerklich alles im grünen Bereich. Hier sind keine Stümper am Werk, jedes Riff sitzt und die kurzen Songs sind perfekt auf den Punkt gebracht, in einem passenden, sehr guten Soundgewand.

Ich bekomme gerade voll Lust bei „metal punx never die“ ne Dose Bier aufzureissen… Die ganze Platte repräsentiert Schweiss, Bier und Dope – herrlich! Ebenso kultig ist das Cover der Scheibe mit einem Menschenfressenden Monsterburger ganz im Ghostbusters-Style, passt total zum Rest des Konzepts. Ich glaub ich muss mir die Vinylversion besorgen…

Fazit:

Ein geiler wilder Haufen aus Ösiland. INSANITY ALERT sind DIE Abwechslung zum bierernsten Metal oder zum Deathgeballer. Die Platte macht einfach nur Spass. Wer auf oben genannte Bands steht, muss sich INSANITY ALERT unbedingt in den Player werfen. Ich behalte die Jungs auf jeden Fall im Auge und freue mich den Haufen mal live zu erleben.

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Trackliste:
1. Disco Demolition
2. Life’s Too Short for Longboards
3. Pact with Satan
4. Desinfektor
5. The Times Are a-Thrashin‘
6. Why Is David Guetta Still Alive?
7. Wake & Bake
8. Lord Kill-a-Lot
9. Gonna Rip Your Head Off
10. March of the Mentally Ill
11. Confessions of a Crabman
12. Make Up Your Mind or Die
13. Slimer’s Revenge
14. Metal Punx Never Die!
15. Mushroom Cloud

 

Insanity Alert - Moshburger (This Charming Man Records 23.9.2016)
4.3Gesamtwertung