Da war es wieder! Das halbvolle Glas! Nachdem im letzten Jahr das Garden of Voices in Regen und Sturm abgesoffen und weggeflogen ist, war der Wettergott in diesem Jahr, zumindest in weiten Teilen, gnädig. Zum 5jährigen Geburtstag hatten sich Nico, Henry und alle anderen Festivaldudes mit Liedfett, Tim Vantol, The Road Home, The Eternal Spirit, Pecco Billo und Grillmaster Flash nicht nur ein mega abwechslungsreiches, sondern auch ziemlich fettes Lineup ausgesucht, was sich im Laufe des Tages noch auszahlen sollte.

Pünktlich zum Geburtstag haben wir vom handwritten-mag.de auch mitgemischt und haben präsentiert und waren mit gleich 2 Fotografen für das Festival vor Ort. Ghettofaust an Nico!

Beim regelmäßigen Schlagabtausch von Sonne und leichtem Nieselregen startete das Festival mit The Eternal Spirit, die anschließend wieder zum einem anderen Festival feiern gefahren sind. Als pünktlich zur ersten Band also die Sonne an der Reihe war, war das schon ein gutes Zeichen und der tanzbare Indie der Bremer hat dann den Rest gegeben. Quasi.

Da auch schon im Vorverkauf ordentlich Tickets über den Tisch gegangen sind, war von der „Gartenparty mit 35 Leuten und einem Songwriter“ bei der 5ten Version nicht mehr viel über und mehrere hundert Gäste breiteten sich auf Rasen, Bänken und verteilten Getränkekisten (mit Sitzkissen!) überall im großartigen Garten aus.

Die Stimmung mit Songwriterquatschkopp Grillmaster Flash und den Urban Grooves von Pecco Billo wurde dann mit immer mehr eintreffenden Gästen auch immer besser und die ersten Ärsche konnte man auch wackeln sehen. Gut so!

Mit The Road Home kam dann auch Bewegung in die Sache und die Leute feierten den melodischen Heartland-Punkrock der Holländer ordentlich ab. Als das Zepter weitergegeben wurde an Tim Vantol stand dann auch der ganze Garten und sein Heimspiel in Hude wurde mit vielen Songwünschen und sicherem Publikumschor begleitet. Mittlerweile ist der sympathische Holländer auf den großen Bühnen zu finden, lässt es sich aber auch nicht nehmen in dem kleinen Ort bei Oldenburg aufzuschlagen.

Den Laden völlig abgerissen hat dann das Schmierlappenkommando von Liedfett. Die mittlerweile auf vier Leute angewachsene Songwriterbande um Sänger Daniel Michel, der voll und gut drauf war, war mit Sicherheit einer der Gründe für den guten Vorverkauf und hat mit trinkfesten Hymnen auf das Leben den Rentner aus der letzten Reihe und das angereiste Indiemädchen zum Wegballern gekriegt. Großartig!

Ich begleite das Garden of Voices jetzt im dritten Jahr als Fotograf. Was die gesamte Crew da in diesem Jahr abgeliefert hat, war obergeil! Stundenlang stehen da Freunde miteinander hinter dem Tresen und schenken Bier aus, stehen sich im Merch-Zelt die Füße platt, rennen im Backstage für die Künstler und planen im Vorfeld wie verrückt. Dazu dann noch der großartige Garten vom weltbesten Pettersson-Doppelgänger (Henrys Opa) und die Herzlichkeit in Hude. Ganz großes Kino und eine Empfehlung für alle Musikfreunde im Norden, für die es mal das entspannte Festival, statt Gerenne zwischen 5 Bühnen sein darf. Danke Hude!