Tom Smith und der Rest der Editors zählen ja mittlerweile zu den alten Hasen der Indie-Musik und daher war klar, dass man auch auf ihrem sechsten Album „Violence“ nicht auf die eingängigen und altbekannten Sounds verzichten muss, welche die Briten in den letzten fünfzehn Jahren weltweit bekannt und beliebt gemacht haben.

Vor gut drei Jahren haben sie mit „In Dream“ begeistert und ich erinnere mich gerne noch an das Konzert im Palladium in Köln zurück, wo ich damals meine ersten Fotografie-Erfahrungen in einer Konzerthalle sammeln konnte.

Jetzt kommt der nächste Streich der Herren aus Stafford – die es mittlerweile nach Birmingham verschlagen hat – und ich habe mich darüber gefreut, als ich die ersten Töne des schon im Januar veröffentlichten Songs „Magazine“ hören durfte…

Auch wenn der Song – genau wie „Halleluja (So Low)“ , der kürzlich ebenso als Single veröffentlicht wurde – im Netz nicht so gut weg kommt wie frühere Singles, so möchte ich diesen Kritiken auf jeden Fall widersprechen – denn für mich sind beide Titel wieder sowas von Editors!

Hört man „Violence“ zum ersten mal, dann fehlt einem vielleicht ein wenig der typische ‚Schmelz‘, diese düster-neblige Editors-Melancholie – aber keine Sorge, spätestens wenn man bei „Counting Spooks“ oder „Belong“ ankommt, dann kann ich euch beruhigen… hier schmilzt man nur so dahin.

Überrascht hat mich übrigens bei dem Song „Halleluja (So Low)„, dass es hier so klingt, als wären die Editors gemeinsam mit Muse (hört euch deren neuen Song “Thought Contagion” an und ihr wisst was ich meine) im Proberaum gewesen. Wer Lust auf eine kleine Zeitreise in die coolen 80er hat, der ist bei dem Song „Violence“ gut aufgehoben – übrigens auch mein absoluter Favorit auf dem Album!

Zwar sind keine Lieder wie „No Harm“ & „At All Cost“ , oder auch „Sugar“ & „The Phone Book“ dabei, welche die letzten beiden Alben sehr besonders gemacht haben, aber allgemein kommt „Violence“ durchaus mit fröhlichen Klängen – trotzdem im gewohnten 80er-New Wave-Stil  – daher.

Ich kann „Violence“ jedem Editors-Fan ans Herz legen, es lohnt sich wirklich!

Durch den doch teilweise sehr poppigen Klang – was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut – ist es definitiv auch für die breitere Masse gut geeignet.

 

Titel:
1. Cold
2. Hallelujah (So low)
3. Violence
4. Darkness At The Door
5. Nothingness
6. Magazine
7. No Sound But The Wind
8. Counting Spooks
9. Belong
10. The Pulse
11. When We Were Angels

 

Da man neue Songs natürlich am besten live hören sollte, habt ihr bald die Möglichkeit die Editors auch in eurer Nähe zu besuchen:

18.03.18 Wiesbaden – Schlachthof – AUSVERKAUFT
24.03.18 Münster – Halle Münsterland
25.03.18 Köln – Palladium
31.03.18 Hamburg – Mehr-Theater – AUSVERKAUFT
01.04.18 Berlin – Tempodrom – AUSVERKAUFT
02.04.18 Leipzig – Auensee
18.04.18 A-Wien – Gasometer
20.04.18 München – Tonhalle – AUSVERKAUFT
19.-22.07.18 Cuxhaven – Deichbrand Festival
27.-28.07.18 Lörrach – Stimmen-Festival
27.-28.07.18 Dortmund – Juiy Beats Festival
17.08.18 Leipzig – Highfield Festival

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Editors - Violence (PIAS/Rough Trade, 09.03.2018)
4.9Gesamtwertung