Knapp zwei Wochen vor der Veröffentlichung von Dominiks alias Domingos dritten Albums, traf ich den sympathischen Duisburger Barden in seiner Heimat und stromerte mit ihm durch sein Viertel. Wir quatschten über Bonos Anteile an einem wirklich hässlichen Gebäude in seiner Nachbarschaft, über Briefkastenfirmen, aber natürlich auch über seine neuste, musikalische Schöpfung.

 

T: Hey Domme. Erzähl – seit deiner letzten Veröffentlichung „Change the colours“ sind nun 2 Jahre vergangen. Was hast du in der Zwischenzeit getrieben?
D: [überlegt kurz] Ich bin ein weiteres Mal Vater geworden. Habe neue Jobs gemacht und war weniger auf Tour.

T: Dein neues Album „Wooden Floor“ feiert am 11. Mai Release. Was macht das Album aus? Wie kam es zu dem Titel?
D: Das Album ist tatsächlich ein „Elternzeit-Album“. Ich habe 2018, zur Geburt meiner Tochter, begonnen es aufzunehmen – alles komplett zu Hause. Ich habe mir sehr viel Zeit dabei gelassen, oft habe ich am Abend daran gearbeitet – wenn die Kids im Bett waren. Daher kam auch der Titel und der Titeltrack. Einfach weil sich mittlerweile viel im Umfeld „Zuhause“ abspielt. Disco war gestern. Das Album selbst ist musikalisch deutlich Band-lastiger. Ich hatte endlich mal wieder die Zeit und Muße einen richtigen Band-Sound zu kreieren. Also Bässe, E-Gitarre, Drums selbst einzuspielen – wobei ich die Drums programmiert habe.

T: Wie lange hast du insgesamt am Album gebastelt?
D: Von Juli 2018 bis Februar 2019 – aber eben nicht täglich, sondern nur wenn ich Zeit und Lust hatte.

T: Wenn „Wooden Floor“ ein Sneaker wäre, was für einer wäre es? Und warum?
D: Das wäre vermutlich meine abgeranzten Pumas. Nicht unfassbar modern und innovativ – aber zeitlos schön. Auf einigen Tracks hört man den Dreck der Straße, manche wiederum sind aber so gemütlich, sauber und könnten meine Pantoffeln sein.

T: Bei welchem Künstler würdest du gern mal im Vorprogramm auftreten?

D: Ganz eindeutig bei John K. Samson. Ein ur-sympathischer Typ, ich bin großer Fan und verfolge ihn schon seit meiner Jugend, seit den Weakerthans. Ab und zu werde ich auch darauf angesprochen, dass meine Musik ähnlich klingt – was mich super freut und ehrt, aber nicht unbedingt beabsichtigt ist.

T: Bei welchem Künstler würdest du ungern im Vorprogramm auftreten?
D: Bei John K. Samson – sonst würde das Publikum ja zwei Mal die selbe Band sehen [lacht].

T: Geht’s mit „Wooden Floor“ wieder Domingo-mäßig auf Tour quer durch die Republik?
D: Tatsächlich eher nicht. Ich spiele das Release Konzert (11.05.19 – Grammatikoff Duisburg), auf dem Traumzeit Festival und eine handvoll kleinere Konzerte. Aber keine große Tour. Ich hoffe, dass ich im Herbst vielleicht nochmal eine Rutsche Gigs spiele. Anfragen diesbezüglich gerne an www.domingopop.de