Seit einem recht mäßig besuchten Konzert im Kölner Underground haben die Schweden Astral Doors bei mir einen Felsbrocken im Brett. Trotz nur etwas mehr als zwanzig Besuchern legte die Band um Sänger Nils Patrik Johansson einen Bombenauftritt hin und begeisterte die Anwesenden.

Natürlich gehört zum Felsbrocken auch eine gute konstante musikalische Leistung und auch die liefern Astral Doors seit Jahren ab.

Das neue Album hört auf den lockeren Titel „Worship Or Die“ und wir hören jetzt mal nach, ob die zwölf neuen Song denn auch Worship-würdig sind.

Im Gegensatz zum direkten Vorgänger „Black Eyed Children“ ist „Worship Or Die“ soundtechnisch wieder etwas freundlicher und nicht ganz so düster ausgefallen. Die Band spielt noch immer ihren sehr traditionellen und melodischen Heavy Metal. Die Black-Sabbath-, Deep-Purple– und Rainbow-Wurzeln der Band treten auf „Worship Or Die“ etwas offener in den musikalischen Vordergrund, als dies auf früheren Alben gewesen ist. Dass der Sänger und seine Stimmlage, welche Herrn Dio sehr ähnlich ist, dazu viel beiträgt, das dürfte klar sein.

„Night Of The Hunter“ macht den Anfang. Klassische Metal-Riffs läuten den Song ein. Bevor es richtig losgeht, haut Johansson ein paar Gesanglinien raus, welche den Zuhörer direkt gefangen nehmen. Der komplette Song ist ein typischer Astral-Doors-Klopfer, welcher hoffentlich auch seinen Weg auf die Bühnen finden wird.

Der Titelsong ist etwas langsamer geraten und passt auch eher zur dunklen Stimmung des Vorgängeralbums. Allerdings ist der Song ein schöner Kontrapunkt auch zum zweiten Song von „Worship Or Die“, denn auch „This Must Be Paradise“ ist ein energiegeladener Titel.

Passend zum Titel hält „St. Petersburg“ ein paar wenige russische Einflüsse bereit. Mein Highlight des Albums ist aber der Song „Concrete Heart“. Dieses Lied ist deutlich auf Eingängigkeit getrimmt, aber der Refrain fräst sich mit Nachdruck ins Gehirn und kommt da auch so schnell nicht wieder raus!

Fazit: Wie eigentlich bisher jedes Astral-Doors-Album ist auch „Worship Or Die“ eine absolute Empfehlung und somit des Worships würdig!

 

01. Night Of The Hunter
02. This Must Be Paradise
03. Worship Or Die
04. Concrete Heart
05. Marathon
06. Desperado
07. Ride The Clouds
08. Light At The End Of The Tunnel
09. St. Petersburg
10. Triumph & Superiority
11. Let The Fire Burn
12. Forgive Me Father

 

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Astral Doors - Worship Or Die (Metalville, 26.04.2019)
4.5Gesamtwertung