Nächsten Freitag erscheint das neue Album der Donots „Lauter als Bomben“ auf dem Bandeigenen Label Solitary Man Records. Wir hatten das Glück schon einmal das komplette Album zusammen mit den Donots in ihrem Heavy Kranich Studio in Münster anhören zu können. Zusammenen mit einer Handvoll anderer Menschen wurden wir von der Band und Managerin Marie empfangen, als wären wir seit Ewigkeiten befreundet und danach ebenso fürsorglich mit Kaltgetränken und unsagbar leckeren Snacks von „Bucks. Vegan frengeln“ umsorgt (Kleiner Werbeblock am Rande: Wenn ihr in Münster seid, geht unbedingt bei Bucks essen, das Essen war wirklich fantastisch – wir werden hierfür übrigens wie üblich nicht bezahlt).

Es entstand direkt WG-Atmosphäre und so machte es sich jeder nach einer kurzen Studio-Tour auf den bereitgestellten Stühlen und Sofas gemütlich und die Band begann die Albumpräsentation mit ein paar kurzen Worten über den Entstehungsprozess. Man merkte sofort, wie unglaublich zufrieden die Jungs mit den Aufnahmen sein müssen, aber gleichzeitig auch, wie aufgeregt sie waren, diese Stücke das erste Mal einem fremden Publikum zu präsentieren.

Ingo war es dann, der meinte, dass er es schon immer Mal geil gefunden hätte, wenn er selbst und auch andere Menschen neue Musik im Dunklen hören könnten. Ob man das nicht mal für einen Song machen wolle?! Gefragt – Getan wurde schnell der komplette Raum abgedunkelt und dann ging es los mit dem ersten Song. Es war eine wirklich einmalige Stimmung und man konnte sich vollends auf die Lieder einlassen. So war die Entscheidung nicht schwer zu fällen, dass man auch die restlichen Songs im Dunkeln anhören würde. Zwischendurch gab es immer wieder ein paar Worte zu jedem Song und auch immer wieder Anekdoten aus der Aufnahmezeit. Besonders Ingos Imitationen von Produzent Kurt Ebelhäuser kann man schon als Legendär bezeichnen. Auch wurde immer wieder nach der Meinung der Anwesenden gefragt, bzw es kam auch von allein Lob aus dem Publikum und das mehr als berechtigt, doch dazu später noch ein paar Sätze. Besonders gefreut hat Ingo dabei wohl das „So sehr habt ihr euch noch nie angehört wie die Descendents“.

Die 13 Songs von „Lauter als Bomben“ waren dann viel zu schnell durchgehört, danach wurde dann bei den restlichen Kaltgetränken und Snacks noch in lockerer Runde geredet, die Band stand für alle für Fotos zur Verfügung und man wollte eigentlich gar nicht mehr wieder fahren, so gemütlich war dieser Abend. Da es draußen aber während des Prelistenings angefangen hatte heftig zu schneien, siegte irgendwann die Vernunft und wir begaben uns auf den Rückweg nach Bielefeld. Nicht aber ohne von den Donots als Andenken noch ein T-Shirt geschenkt zu bekommen.

Als Fazit kann man definitiv zwei Dinge zu diesem Album-Prelistening bei den Donots sagen:
1. Die Donots sind und bleiben eine der sympathischten Bands, die es gibt. Ich habe mich an diesem Abend so gefühlt, als wäre ich mit der Band wirklich so lange befreundet, wie ich schon ihre Musik höre (der erste Song, den ich von den Donots kannte war übrigens „Outshine the world“, ich höre sie also wirklich schon ewig). Vielen Dank an dieser Stelle noch mal dafür!

2. „Lauter als Bomben“ kann jetzt schon definitiv als einer der heissesten Anwärter für’s Album des Jahres gehandelt werden. Für mich haben sich die Donots so richtig selbst gefunden, seitdem sie auf Deutsch singen. Und das hört man ihrem neuen Album mehr als an. Und das nicht nur ich völlig begeistert bin, zeigt unter Anderem auch unser Review der Platte, für das sich unser Jens verantwortlich zeigt. Das könnt ihr hier nochmal nachlesen.

 

Fotos: Nico Ackermeier | www.facebook.com/honeymilkphotography | www.honeymilk.de | www.instagram.com/nicohonigmilch & Debby Ostermöller | www.facebook.com/KunterbuntFotografie | www.instagram.com/kunterbuntfotografie