Mittwochabend in Berlin, das Veldrom ist außer Rand und Band. Völlig zu Recht bei dieser mega Band-Kombo! Doppel-Headliner-Show von In Flames und Five Finger Death Punch supportet von Of Mice & Men, da schlägt das Metal-Herz höher. Und dadurch ist das doch verhältnismäßig wenig gefüllte Velodrom absolut ungerechtfertigt. Doch das hält niemanden davon ab an diesem Abend ordentlich die Sau raus zu lassen. Of Mice & Men eröffneten mit einem guten Set den Abend und Frontmann Aaron Paule heizte den Berlinern ordentlich ein.

Nach einer raschen Umbauphase betreten In Flames die Bühne, halb verdeckt hinter einem leicht transparenten Vorhang, der nach kurzer Zeit fiel und somit den Blick auf die Bühne freigab. Das Bühnensetting von In Flames war ziemlich stark. Zerissene Stofffetzen hingen von der Decke, auf der Bühne standen die großen leuchtenden Quader – auf dem einen der Schlagzeuger platziert – und zum Ende hin hing eine rießige Puppe mittig hinter der Band. Das in Kombination mit ihrer sagenhaften Lichtshow ergänzte den Auftritt der Schweden mehr als perfekt. Eine starke Leistung der Band, die mit zahlreichen Moshpits und Crowd-Surfern gebührend gefeiert wurde. In Flames legen die Messlatte an diesem Abend wirklich hoch.

Hinter einem schwarzen Vorhang wurde in windeseile das Bühnensetting von Five Finger Death Punch aufgebaut. Mit „Lift Me Up“ eröffnet die US-amerikanische Metalband um Frontmann Ivan Moody ihr Set. Nach all den Meldungen von Austritt, Streit hinter der Bühne, Alkoholproblemen und dem Einsatz von Tommy Vext, macht sich spätestens nach diesem Auftritt keiner mehr Gedanken über sowas. Denn Ivan Moody ist die Freude förmlich anzusehen, er gibt Vollgas und schmettert die Hits nur so raus. Auch erklärt er, es wäre alles Mist was man im Internet über ihn liest. Insgesamt wirken Five Finger Death Punch sehr harmonisch und ausgelassen. Tonprobleme beim Song „Wrong Side Of Heaven“ werden mit Leichtigkeit überspielt, auch wenn Ivan anschließend die Akustikgitarre zerschmettert und Stücke dem Publikum schenkt. Ein wirklich mehr als gelungener Abend mit drei wunderbaren Bands.

Fotos: Gina Wetzler | www.ginawetzler.de

Setlist 5FDP:
1. Lift Me Up
2. Never Enough
3. Wash It All Away
4. Got You Six
5. Ain’t My Last Dance
6. Bad Company
7. Burn MF
8. Wrong Side Of Heaven
9. Remember Everything
10. Coming Down
11. Jekyll and Hyde
12. Unter and Over It
13. Far from Home
14. The Bleeding