Itchy Poopzkid waren irgendwie immer die Band, die ich auf gefühlt 30 Festivals gesehen habe, die immer abgeliefert haben und von denen ich dir aber nicht einen Song nennen könnte. Jetzt also bei Arising Empire, mit handlichem Namen Itchy und mit neuem Album im Gepäck.

Die Herren werden irgendwie immer unter Punkrock verbucht und obwohl ich da ohne Zögern ein musikalisches „The“ vor den Bandnamen hauen würde, hier und da Alternative und Garage raushöre, sind sie tatsächlich mehr Punk als viele andere Bands. Schließlich macht man einfach ohne Kompromisse worauf man Bock hat. Hier wird die Sau rausgelassen, Arschtritt in konsequenter Form definiert und melodische Sing a Longs gefeiert. Die perfekte Festivalmucke. Aber das wussten wir ja schon.

Zwischen den ganzen eingängigen Hits wie „Nothing“ und Co. finden wir Gesellschaftskritik, kleine Geschichten und große Momente. Irgendwie suche ich hier echt, finde aber nix zu meckern.

 

 

In 13 Songs haben Itchy hier also großartige Punkrock-, Rock-, Indie-, Wasauchimmermucke in einer sympathischen Art und Weise verpackt, die in ihrer Unbeschwertheit nur noch selten unterwegs ist in diesem verkrampften Brei, der sich Musikszene nennt. Eigentlich eine typische Platte, die neben dem üblichen Punkrockszenepublikum so ziemlich jeden Freund von handgemachter Musik erreichen dürfte. Und das ist mehr als gut!

Von meiner Seite also eine dicke Kaufempfehlung und eine warme Umarmung an die Herren Itchy! Weitermachen!

(Aber fällt eigentlich nur mir auf, dass Panzer auf dem Pressefoto wie der kleine, coolere Bruder von Böhmermann aussieht???)

 

  1. Stuck with the Devils
  2. Keep it real
  3. Fall Apart
  4. Nothing
  5. Black
  6. Before you go
  7. Danger!
  8. The Sea
  9. Knock Knock
  10. Day In Day Out
  11. All We Know
  12. We’re coming back
  13. The Last of Us

 

Itchy - All we know (Arising Empire, 21.07.2017)
4.5Gesamtwertung