Heathen gehören wohl mit zu den Bands, welche es nicht so eilig haben mit den Veröffentlichungen. Die ersten beiden Alben stammen aus den Jahren 1987 und 1991. Mit „Breaking The Silence“ und „Victims Of Deception“ haben die Amis sind einen fast legendären Ruf erarbeitet. Irgendwann danach hat die Band sich aufgelöst. 2010 war man dann mit dem sehr guten „The Evolution Of Chaos“ am Start, nun haben wir 2020 und Album Nummer vier klopft am Lautsprecher an.

Das personelle Karussell hat sich in der Zwischenzeit wohl auch wieder gedreht und mit Jason Mirza und Jim DeMaria wurde die Rhythmusabteilung neu besetzt. Und somit hat die Band ein wenig frisches Blut erhalten um „Empire Of The Blind“ auf die Bühne zu bringen, wenn dies denn mal wieder möglich ist.

Heathen haben wohl auch schon 2012 angefangen an dem Album zu arbeiten. Das hört man auch, nicht weil es so alt klingt, sondern weil es fast direkt an seinen Vorgänger anschließt. Die Band ist keine großen Experimente eingegangen!

Eingeleitet wird „Empire Of The Blind“ von akustischen Gitarren, das Intro „This Rotting Sphere“ bleibt aber nicht lange so ruhig. Irgendwann wird das Gain-Level am Verstärker hochgedreht und Heathen nehmen Fahrt auf. Das Tempo wird auch im Song „The Blight“ hoch gehalten. Dazu gibt es die bekannte Lee-Altus-Riffs, welche noch immer ordentlich aggressiv am Trommelfell zerren!

Im direkten Vergleich zum Vorgänger sind die Songs kompakter geworden, was auch dazu führt, dass sie schneller im Gehörgang hängenbleiben. Insbesondere „In Black“ und „A Fine Red Mist“ sind Thrasher par excellence!

Heathen haben sich mit einem sehr guten Album zurückgemeldet. Hoffen wir mal, dass die Band nicht wieder eine halbe Ewigkeit benötigt um am Nachfolger zu arbeiten!

 

1. This Rotting Sphere
2. The Blight
3. Empire Of The Blind
4. Dead And Gone
5. Sun In My Hand
6. Blood To Be Let
7. In Black
8. Shrine Of Apathy
9. Devour
10. A Fine Red Mist
11. The Gods Divide
12. Monument To Ruin

 

https://www.facebook.com/heathen.official

Heathen - Empire Of The Blind (Nuclear Blast, 18.09.2020)
4.3Gesamtwertung