„I am the bow and you are the arrow, straight through the heart“

Das sind jetzt nicht unbedingt die Lyrics auf die ich total abfahre. Ins Deutsche übersetzt und dann noch im Metalcorezusammenhang, würde mich das nicht wirklich abholen. Aber die ständig tourenden und mittlerweile recht bekannten In Hearts Wake haben meine Aufmerksamkeit viel mehr durch ein Video auf sich gezogen. Das Video zur Single „Passage“ kommt mit einer Mischung aus Fluch der Karibik und fetten Bildern von einem alten Segelschiff, Strand, Natur und Ozean um die Ecke, so dass man einfach weitergucken muss. Und mit dem melodischen Metalcore von In Hearts Wake dabei, wirkt das gute Stück schon ziemlich fett. Und so war ich gespannt auf den Rest vom Fest.

Was wir im weiteren Verlauf auf „Ark“ erwarten können, ist durchweg fett produzierter Metalcore, der sich die Dummheit der Menschheit und die damit verbundene Zerstörung vom grünen Planeten als roten Faden gewählt hat. Und das kann man gar nicht oft genug so machen.

Musikalisch pendeln wir hier zwischen den typischen Metalcorebereichen, wie Melodie, verzweifelten Cleangesang und gelegentliche Schreiatacken, die genau wie der Cleangesang durch die Bank gelungen sind. Mir persönlich gefallen zwar die Melodien sehr gut, aber da In Hearts Wake eher auf die softe Schiene setzen und die „Auf die Fresse“ Momente dadurch eher zu kurz kommen, würde ich die Songs teilweise sogar eher in die Alternativeecke einordnen. Wenn ich denn muss.

 

 

Insgesamt sind mir die Lyrics teilweise einfach zu platt und der Sound zu wenig überraschend. Aber am Ende bekommt man genau das, was man bei einer guten Metalcoreplatte erwartet. Und das ganze fett und symphatisch produziert. Für junge Genrefans bestimmt ein Leckerbissen!

 

 

  1. Ark
  2. Passage
  3. Nomad
  4. Frequenzy
  5. Warcry
  6. Waterborne
  7. Arrow
  8. Flow
  9. Overthrow
  10. Elemental
  11. Totality
  12. Now
In Hearts Wake - Ark (UNFD, 26.05.2017)
3.8Gesamtwertung