Holla, die Waldfee! Die Finnen hier fahren aber ein heftiges Brett.

Derber Trash Metal trifft auf brachiale Hardcore-Einflüsse mit Mosh-Breakdowns und hin und wieder fetzen coole 80er-Jahre-Gitarrensoli durch die Gegend. Der Gesang ist mehr uncharismatisches und eintöniges Gebell, passt aber zumindest zur kantigen und unbarmherzigen Musik. Der Sound ist von Wildheit und dezentem Chaos durchzogen. Der Inhalt ist dagegen sehr gesellschaftskritisch. Hiermit schlägt man wieder den Bogen zum Hardcore-Bereich.

Eigentlich die Chose prinzipiell auch ziemlich cool und ich kann mir vorstellen, dass Foreseen vor allem live ziemlich Spaß machen. Nummern wie „Violent Discipline“, „Downward Spiral“ oder „Grave Danger“ hauen schon ordentlich rein. Aber ich sehe hier dasselbe Problem wie zum Beispiel bei Skeletonwitch: cooler Sound, fette Performance, aber die Songs hat man nach dem Hören sofort wieder vergessen.

Aber sei’s drum. Für ‘ne knappe halbe Stunde (länger dauert die acht Songs zusammen nicht) geht dieser derbe Crossover-Bastard schon so in Ordnung. Nur Langzeitwirkung dürfte sich hier nicht enfalten.

Trackliste:
1. Violent Discipline
2. Chemical Heritage
3. Fearmonger
4. Bloodline
5. Downward Spiral
6. Grave Danger
7. Government Cuts
8. Suicide Bomber

Foreseen - Grave Danger (Svart Records, 28.04.2017)
3.3Gesamtwertung