Das Album „Echoes Of The Second Sun“ ist schon vor ein paar Wochen erschienen, aber leider ist es wohl in meinem Promostapel etwas zu weit nach unten gerutscht. Das ist schade, denn die Saar-Pfälzer Band Wolf Prayer liefert hier ein schickes Stück Musik ab.

Die Band spielt einen recht eigenständigen Mix aus Stoner, Noise und manchmal sogar Post Rock. Bei diesem ganz eigenem Genremix ist das Fuzz-Pedal immer ganz vorne dabei und nach den Aufnahmen des Albums dürften die Schaltkreise des kleinen Verzerrers wohl gut durchgeglüht sein. Oft ist es ja bei dieser Art von Musik, dass viele gute Ideen im Soundmatsch etwas untergehen. Hier ist dies nicht so, das Album wurde in den Emil Berliner Studios aufgenommen und die Soundmenschen haben der Wolf Prayer einen knackigen Ton auf „Echoes Of The Sun“ gezaubert!

Los geht es mit „Average Man“. Die ersten zwei Minuten des Songs klingen wie eine Jam-Session, und man bekommt einen ersten, guten Eindruck was da so in den nächsten Minuten kommt. Der Songs überzeugt durch Vielfalt und viele kleine Ecken und Kanten die es zu entdecken gibt!

„According To The Rule“ fängt mit einem Gitarrenlead an, welches mich immer an Claptons „Layla“ denken. Es klingt so nah und ist doch so fern! „According To The Rule“ ist dabei etwas gradliniger als der komplexe Opener des Albums! „Shapeshifter“ spielt ein wenig mit Post-Rock-Elementen, die Band liefert hier ein paar sphärische Sounds ab, welche sich sofort im Kleinhirn festsetzen! „Like A Fool“ führt dies noch weiter. Toll!

„Echoes Of The Sun“ ist ein tolles Debütalbum. Es hat seine Ecken und Kanten und man muss sich mit dem Album beschäftigen. Es lohnt sich!

 

  1. Average Man
  2. According To The Rule
  3. Desert
  4. Shapeshifter
  5. New Morning
  6. Like A Fool
  7. Strings Like A Puppet
  8. Feed My Brain

Foto: Lisa Brehe-Krokowski

Wolf Prayer - Echoes Of The Second Sun (Barhill Rec., 05.07.2019)
4.3Gesamtwertung