Wolf Hoffmann, Mastermind hinter Klassikern wie „Balls To The Wall“, „Princess Of The Dark“ oder „Metal Heart“ hat es wieder getan. Der Nachfolger seines 1997 erschienenen Soloprojekts „Classical“ ist fertig. Seine Vorliebe für die klassische Musik war ja auch bei Accept schon das ein oder andere Mal zu hören.

Während bei „Classical“ ein reines Rock Setup zu hören ist, also Gitarre, Bass und Drums, werden bei „Headbangers Symphony“ auch klassische Instrumente eingesetzt. Das macht die Symbiose aus Klassik und Metal noch eine Spur besser. Manchmal wird die Gitarre auch nur als begleitendes Element eingesetzt, wobei knackig, trockene Drums immer mit dabei sind.

Die Auswahl der Stücke ist zum Großteil in Hinsicht der Umsetzbarkeit ausgewählt worden. Schön ist, dass man einige der Stücke, auch nicht Klassik Hörer, irgendwo schon einmal gehört hat. Manche der Stücke wurden schon in der Werbung oder in Filmproduktionen eingesetzt oder evtl. auch schon als Bestandteil eines Gitarrensolos von Accept.

Metalfans, die einen Hang zur klassischen Musik haben sei dieses Werk nur wärmstens empfohlen. Wer hier allerdings ein gewisses Maß an Originalität der Stücke erwartet, der wird sicher enttäuscht werden. Das kann man aber auch schon an der Länge der Tracks ablesen. Nichts desto trotz eine interessante Kombination aus Metal und Klassik, vor allem nicht übermäßig kitschig und auf jeden Fall hörbar.

 

Wolf Hoffmann - Headbangers Symphony_4000px

Tracklist:

1. Scherzo (L. v. Beethoven)
2. Night On Bald Mountain (M. Mussorgsky)
3. Je Crois Entendre Encore (G. Bizet)
4. Double Cello Concerto In G Minor (A. Vivaldi)
5. Adagio (T. Albinoni)
6. Symphony No. 40 (W. A. Mozart )
7. Swan Lake (P. Tchaikovsky)
8. Madame Butterfly (G. Puccini)
9. Pathétique (L. v. Beethoven)
10. Meditation (J. Massenet)
11. Air On The G String (J. S. Bach)

Nuclear Blast

 

Wolf Hoffmann – Headbangers Symphony (Nuclear Blast, 01.07.2016)
3.0Gesamtwertung