Da erreicht mich doch gerade noch die neue Upfluss EP und scheinbar wollten die Punks aus Saarbrücken bzw. Mainz sparen, denn das gute Stück hört auf den gleiche Namen wie die Band.

An Aggression und derbem Tempo-Punk sparen sie in ihren vier Songs aber ganz und gar nicht, denn hier gibt es richtig was auf die Omme – wummernde Bässe und druckvolle Schlagzeug-Beats inklusive.

Nach der Bandgründung 2009 und dem fast völligen Zerbersten (nur Gitarrenmann Alex und Sängerin Mira sind noch von damals dabei geblieben) ging es dann im letzten Jahr unter dem Motto „Make Upfluss great again!“ wieder richtig zur Sache und scheinbar hat sich in den letzten Jahren so einiges an Hass und Wut angesammelt, was nun plötzlich und explosionsartig zum Vorschein kommt.

Die „Kommentarspalten“ rechnen u. A. mit dem miefigen Kleinbürgertum, den neuen Medien und den nervenden Wutbürgern ab, Mira gibt hier Vollgas und macht unmissverständlich klar, was sie von der heutigen Gesellschaft hält.

Tempomäßig geht es dann bei „Stadtfest“ noch einmal drei Gänge höher… 1:15 Minuten für einen kompletten Song, nicht schlecht – und dass man auf solch einer Veranstaltung so einiges erleben kann, das weiß ich aus eigenen Erfahrungen in der Vergangenheit nur zu gut.

Da ich persönlich nicht wirklich textsicher bin, habe ich leichte Probleme „Alexander heiszt Angriff“ zu folgen… leider ist die Gesangsspur hier ein wenig schwer zu verstehen. Auf jeden Fall scheint der „Ostsaarzorn“ ziemlich groß zu sein, denn ansonsten wäre eine solch brachiales Machwerk eher nicht zustande gekommen!

Die Scheibe ist bereits im letzten Monat als 7“ Vinyl EP (incl. Poster) in einer 300er Auflage erschienen. Wer also noch etwas für den Plattenteller haben möchte muss sich sputen –  ansonsten könnt ihr „Upfluss“ natürlich auch als Download bekommen.

 

Titel:
1. Kommentarspalten
2. Stadtfest
3. Alexander heiszt Angriff
4. Ostsaarzorn

Foto: TYP-F-Fotographie

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Upfluss – Upfluss EP (Buddy Building Records/LSDimTrinkwasse, 04.11.2017)
3.3Gesamtwertung