Brett, das sind Max (Gesang, Gitarre), Stefan (Schlagzeug), Felix (Gitarre) und Gust (Bass). Und eigentlich mag das Hamburger Quartett solche Leute wie uns nicht. Leute, die ein bisschen zu viel über Musik reden. Aber verdammt, wie soll man den Sound der Truppe auch umschreiben, außer mit ein paar Worten mehr? Denn so einfach machen es einem Brett nicht.

Auf jeden Fall sind Brett eine Rockband. Eine recht coole auf jeden Fall. Da ist ’ne Ladung Indie drin. Man höre nur den teils aufgekratzten Gesang und die Gitarren. Letztere gehen aber auch immer wieder mit regelrechter Stoner-Wucht zu Werke. 60er-, 70er-Einflüsse, ja, aber zeitgemäß verpackt. Die Band groovt unheimlich, nur um ein paar Sekunden später die Rocksau ordentlich durchs Dorf zu treiben. Und stets wohnt der Musik ein großes Maß an Lässigkeit inne. Musste mal gehört haben.

Ach ja, und nicht zu vergessen: man singt deutsch. Zwischen Liebesschmerz und Konsumkritik bewegen sich die sechs Songs, von denen keiner ein Ausfall ist. „Kollisionen von Millionen“ lässt mit seiner Kombination aus heimeliger Melodie und Zappel-Rock aufhorchen. „Zeiten“ verbreitet dezenten Hymnenhaftigkeit und hat einen coolen tanzbaren Swing, während „I lös‘ mich auf“ eine Sprechgesang-artige Strophe mit dem Robotik-Rock von den Queens of the Stone Age und einer souligen Harmonie kreuzt. Der „Schattenmann“ ist in Sachen Coolness kaum zu überbieten und „Das mit dem Hund tut mir leid“ beginnt zuerst im nervösen Indie-Format, bevor es ordentlich dröhnt. Mit dem wütenden „Konsum“ lassen es Brett am Ende nochmal richtig krachen. Ungemütlich und kantig – und ein Kontrast zum ausgeklügelten Rest.

So, wer jetzt überlegt, ob er/sie hierfür den Geldbeutel zücken sollte: Das Ding kann man sich kostenlos auf der Homepage der Band herunterladen. Wer Brett allerdings ein paar Cent zukommen lassen möchte, der greife in den Downloadportalen von iTunes oder Amazon zu. So oder so, Reinhören schadet nicht!

Brett haben übrigens mittlerweile auch eine Platten-Deal an Land gezogen. Ein Album dürfte in absehbarer Zeit rauskommen. Dieser Appetithappen lässt einem schon mal mit Spannung drauf waren.

 

Trackliste:
1. Kollisionen von Millionen
2. Zeiten
3. I lös‘ mich auf
4. Schattenmann
5. Das mit dem Hund tut mir leid
6. Konsum