Die Damen von Thundermother liefen bei mir bisher immer etwas unter dem Radar. Seitdem mein Lieblingssender Radio Bob die Damen fast in Dauerrotation spielt, ist auch dieser Makel überwunden.

Passenderweise erscheint nun mit „Heat Wave“ das vierte Album der Damen, welches wohl das zweite Album in der aktuellen Besetzung ist.

„Loud And Alive“ heißt der erste Song von „Heat Wave“ und hier ist der Name auch Programm. Wer auf Hardrock-Band der Marschrichtung Airbourne steht, der wird hier wohl auch glücklich werden. Auch vergessen die Damen die Wurzeln des Hardrocks nicht, so fühlt man sich manchmal fast ein wenig in die 70er Jahre versetzt, wenn Songs wie „Dog From Hell“ oder der schmissige Titeltrack aus den Lautsprechern knallen.

Stark sind allerdings auch die ruhigen Momente. Wenn Thundermother eine Ballade anstimmen, kommt die sehr bluesige Stimme von Sängerin Guernica Mancini gut zur Geltung. „Somebody To Love“ ist das vielleicht beste Beispiel dafür.

„Heat Wave“ ist der Soundtrack zum Sommer. Frisch, geradeaus und mit viel Energie feuern Thundermother ihre Songs ab!

 

1. Loud And Alive
2. Dog From Hell
3. Back In ‘76
4. Into The Mud
5. Heat Wave
6. Sleep
7. Driving In Style
8. Free Ourselves
9. Mexico
10. Purple Sky
11. Ghosts
12. Somebody Love Me
13. Bad Habits

 

www.thundermother.com

 

Foto: Franz Schepers

Thundermother - Heat Wave (AFM Records, 31.07.2020)
4.0Gesamtwertung