Die Bristol Punks von The Run Up haben erst neulich ihr selbstbetiteltes Debüt-Album veröffentlicht und zeigen wieder einmal, dass aus der britischen Küstenstadt immer wieder mit gutem Punk zu rechnen ist.

Vor gut 3 ½ Jahren gegründet, haben Larry (Gesang), Charlie (Gitarre, Gesang), Nick (Gitarre), Harry (Drums) und Daniel (Bass) sich den melodischen Punk-Rock auf ihre Fahne geschrieben, der wenig britisch klingt und eher den Bands von „über dem großen Teich“ zuzuschreiben ist – aber das nur mal so am Rande.

Vielleicht sind sie ja auch deshalb so gut auf ihrer gerade beendeten US-Tour angekommen?!

Die Jungs schaffen mit ihren zehn Songs einen hervorragenden Spagat zwischen verspielten Melodien und druckvollem Gesang, der sich immer um die Songs herum hangelt und spätestens wenn der zweistimmige Gesang zum Tragen kommt wir die ganze Sache noch runder als sie eh schon ist.

Besonders gut bei mir angekommen sind Nummern wie „Busted“, „Line ´Em Up“ oder „More Colours“ – insgesamt fallen mir bei The Run Up einige Parallelen zu Bands wie Propagandhi auf, die mittlerweile ja auch wieder groß im Geschäft sind.

Von der Produktion her kann man nicht meckern… hier sitzt jeder Ton, alles ist schon breit und fett und man mag kaum glauben, dass die Jungs nicht schon drei/vier Alben vorher aufgenommen haben – wunderbest sage ich da mal ganz entspannt.

Bei mir geht daher heute der Daumen nach oben… die Scheibe kann man guten Gewissens kaufen – auch wenn man auf „The Run Up“ keine absoluten Überflieger-Nummern findet!

 

Titel:
1. WKND
2. Busted
3. Line ´Em Up
4. Shark
5. More Colours
6. Learning Loss
7. Hurting So Much It Laughs
8. Before
9. Terrance
10. Sociopath`s Salute

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The Run Up - The Run Up (Real Ghost Records, 15.11.2017)
4.1Gesamtwertung