Die Amis von Pears waren von Anfang an ein wenig anders. Mit dem ersten Album im Gründungsjahr gleich bei Fat Wreck aufgesprungen und von Anfang an so wenig mit Schubladen und Vorgaben zu tun, wie Trump mit Menschlichkeit.

Da ballert einem Hardcore erster Güte um die Ohren, um im nächsten Moment hochmelodisch als Ohrwurm ins Gehör zu fliegen und gleich danach in bester Punkweise Bier durch die Gegend zu rotzen. Und genau diese Gleichgültigkeit für Trends und Leichtigkeit im Umgang mit dem eigenen Sound, sind das Besondere an dieser Band.

Aufgenommen im Black in Bluhm Studio in Denver präsentieren uns die Punks hier ihr drittes Album „Pears“ und damit 14 neue Granaten, die schon beim ersten Hören nicht nur auf die Zwölf, sondern auch auf den Punkt sind.

Bis auf die fast schon ruhige Midtempo-Nummer „Naptime“ läuft hier alles nach bekanntem Muster ab. Mit Songs wie „Killing me“, „Worm“ und „Daughter“ lässt sich sowohl der heimische Pogo, wie auch die geplegte Sauftour am Tresen wunderbar zu Hardcore/Punk zelebrieren. Und auch wenn es im Punk/Hardcore ungewöhnlich ist und hier alles auf Geschwindigkeit ausgelegt ist, kommt die Abwechslung nicht zu kurz. Durch die Tempowechsel und die passend eingesetzten Melodieverläufe wird einem während der 14 Songs nie langweilig.

Wenn ihr also in Punkkreisen eine zuverlässige Bank sucht, greift hier zu! Pears in Hochform. Da kann man nix falsch machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Killing me
  2. Zeor Wheels
  3. Comfortably Dumb
  4. Dial Up
  5. Rich to Rags
  6. Nervous
  7. Naptime
  8. Pepaw
  9. worm
  10. Funerals
  11. Sympathy Cone
  12. Daughter
  13. Traveling Time
  14. Cynical Serene
Pears - Pears (Fat Wreck, 06.03.2020)
4.3Gesamtwertung