Mit zunehmenden Alter gilt meine Sympathie ganz besonders den kleineren „Liebhaber“Festivals. Menschenmassen beginnen zu stressen; ich liebe es neue (Newcomer) Bands  zu entdecken, erfreue mich über lokale Speisen und Getränke anstatt den „immergleichen“ großen Marken und  genieße kleine, überschaubare und oftmals umso liebevoller gestaltete Festivals.

Allerdings ist der Mensch auch ein Verdrängungswesen. So neige auch ich oftmals zur Verdrängung und v.a. Glorifizierung von Vergangenem. Retrospektivisch war das Line Up von vor fünf Jahren immer um längen besser. Und erst diese ganzen Newcomer. Und was aus ihnen nun geworden ist. Allerdings verdränge ich dabei, dass ich oftmals gerade den Auftritt derjenigen Newcomer, über die dann fünf Jahre später jeder spricht, beim Plausch an der Bierbude oder dem Zeltplatz verpasste…

Aller Glorifizierung des Authentischen und Charmanten von kleinen Festivals zum Trotz haben große Festivals mit großen Namen im Line Up ihre Berechtigung und bereiten auch mir manchmal Freude. Neben der Spex lass ich ja immer auch die Intro (um wieder beim Thema Nostalgie zu sein). Zudem kann ich guter Musik immer auch kommerziellen Erfolg gönnen.

Von den großen Festivals hierzulande ist mir das Southside mit das Liebste. Vielleicht, um beim Thema zu bleiben, da es das von den Besucherzahlen her „kleinste“ der vier großen Festivals ist. Ist mir ansonsten der Norden der Republik mentalitätsmäßig immer näher, fahre ich fürs Southside auch und gerne in den Süden.

Um der Serie #Lieblingsfestivals treu zu bleiben, nun auch ein Blick ins diesjährige Line Up (ohne Angst vor großen Namen):

Annenmaykantereit:

Bear’s Den:

Bilderbuch:

Bloc Party:

Blond:

Christine And The Queens:

Cigarettes After Sex:

Descendents:

Die Höchste Eisenbahn:

Enno Bunger:

Faber:

Foo Fighters:

Frank Turner & The Sleeping Souls:

Gurr:

Idles:

Interpol:

Me First And The Gimme Gimmies:

Muff Potter:

Mumford & Sons:

Pascow:

Pond:

Razz:

Rikas:

Shame:

Tame Impala:

The Cure:

The Wombats: