Es gibt diese Kneipen, die Clubs und die kleinen Läden, die vom Betreiber bei kleinem Gewinn mit Herzblut betrieben werden. Diese kleinen Schuppen, ohne die eine Provinzstadt wie Cuxhaven einfach nur noch unerträglich wäre. Hier haben Leute die Bock auf Konzerte, gute Musik und Bier mit Freunden haben, die Möglichkeit so ziemlich alles selbst zu organisieren. Und dafür an dieser Stelle mal wieder ein dickes Danke an Menschen wie Hanh aus der Döser Börse, ohne die Torfrock das Highlight hinter dem Deich geblieben wären.

Und in dieser Döser Börse stand also mal wieder eine Show von Tief in Marcellos Schuld Records organisiert an. Mit dabei sollten James First aus Lübeck, Rowan Oak aus Münster und Free Throwe aus Nashville an. Schon der Umstand das man gute Freunde, Freunde die man viel zu selten sieht und Leute die man bisher nur per Email durch die Schreiberei kennt treffen sollte, war eine gute Aussicht auf den Abend. Mit der Kamera im Gepäck und irgendwie auch Bock auf jede Menge Bier und Krach hab ich also die beschwerlichen 15 Minuten Fußweg auf mich genommen.

Nachdem man alle Leute begrüßt, zuviel Bier schon vorher getrunken und die Kamera startklar gemacht hatte, ging es mit James First los. James First haben gerade ihre schön schmuddelige Punkrockplatte rausgehauen und haben den (Fast-)Tourabschluß in Cuxhaven gefeiert, wo ein Teil der Band durch die Phlegmatix schon sowas wie Hausrecht haben.

Und was soll ich sagen. Mit neuem Sänger und bekannten Gesichtern gehen die Jungs derbe nach vorne. Streetpunk mit einem Haufen Sing a Longs und politischer Aussage an der richtigen Stelle und in die richtige Richtung. Tiptop!

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Nach kurzer Umbauphase waren auch schon Rowan Oak aus Münster am Start und haben ihre gerade digital über Uncle M unter das Feiervolk gebrachten Songs präsentiert. Emo mit Gefühl, Leidenschaft und Arschtritt an der richtigen Stelle. So hatte ich das nach erstem Durchhören der Songs erwartet und die sympathischen Jungs haben mich nicht enttäuscht.

 

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Quasi Headliner des Abends waren die Amerikaner von Free Throw. Und was gleich der Opener schon ankündigte, war das abwechslungsreiche Set. Ok, die Jungs sehen aus wie der amerikanische Bilderbuch-Nerd, haben mich aber echt aus den Socken gehauen. Bei einem 1A Sound (was war das in der Börse los!?) und angereisten Fans aus Hamburg lieferten die 5 Typen ihre Songs routiniert und leidenschaftlich ab. Das war echt großes Kino und mit mir haben sie einen neuen Fan gewonnen.

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Drei, vier… Bier und zwei Vinylkäufe später war der Abend für mich dann auch durch und ich bin geschafft Richtung Bett gewankt.

Insgesamt ein großartiger Abend bei wenig Geld, guter Stimmung und supernetten Menschen! Danke!