Am Wochenende hat sich mir mal wieder ein neues Kleines Festival erschlossen. Das HEIKO – Heisterkamp Open Air – in Herne hatte ich bis dato so gar nicht auf dem Schirm, muss ich zugeben – werde ich mir jedoch definitiv für das kommende Jahr vormerken. Tolles Line-Up, chillige Atmosphäre und dann noch moderate Preise am Pommestand. Und das Line-Up ließ sich auch sehen: mit Headliner Jaya the Cat, Busters Shuffle und Antillectual waren gleich drei internationale Granaten am Start. Was willst mehr? Aber fangen wir vorne an: 

Mercurys Future sollten den Anfang machen, mussten jedoch kurzfristig aus gesundheitlichen gründen passen, so dass FORMOSA kurzfristig eingesprungen sind. Leider kann ich zu den Jungs nicht viel sagen, da ich erst etwas später vor Ort war. Vermutlich aber hatten sie mit dem selben Problem zu kämpfen wie die zweite Band des Abends, DOTE. Noch relativ leere Ränge und die Leute, die da waren, zog es erstmal Richtung Bierwagen oder Liegewiese. Kann man keinem übelnehmen an so einem heißen Samstagnachmittag. Für die Band war es jedoch schade, brachte die Truppe doch eine sehr amtliche Performance auf die Bühne und verbreitete direkt mal gute Stimmung mit ausgereiften Indie-Pop. Empfehlenwert und möglicherweise ein kleiner Geheimtipp – sollte der Name mal auf einem Line-Up auftauchen, sollte das ein Pro-Argument für euch sein !

Die niederländischen ANTILLACTUAL hatte ich noch vom IFAN Festival 2017 in bester Erinnerung und so freute ich mich auf ein wiedersehen beim HEIKO. Das Trio schaffte es das erst so langsam in Wallung kommende Publikum zur Bühne zu locken und zum ersten Mal kam sowas wie Festivalstimmung auf. Alternative Punkrock irgendwo zwischen No Use for a Name und Foo Fighters. Und – wie wir ihn nannten – Mr. Hüpfdohle am Bass. Die Jungs sind ja nun auch schon das ein oder andere Jahr unterwegs und das merkt man der Band – im positiven Sinne – deutlich an. Sehr abgeklärt und präsent mit ordentlichem Spaßfaktor. Macht Bock. 

Die Engländer von Busters Shuffle schafften es dann endgültig das Publikum in Bewegung zu bringen. Mit Ska-Attitüde und entsprechend guter Stimmung flogen die ersten Biere und die Tanzbeine wurden geschwungen. Die Engländer machten auf Ihrer „I’ll take what i want Tour“ auch in Herne Stop und brachten eine gute Fanbase vor die Bühne. Bemerkenswert auch die „Outta Space“-Coverversion von The Prodigy. Spaß ! 

Headliner waren Jaya the Cat aus Amsterdam. Man kann nicht genug positive Worte finden für eine der derart gute Liveband, die das Publikum natürlich gut im Griff hatte. Wir haben ja schon des Öfteren über die Band berichtet. Und – wer Jaya schon mal live gesehen hat kennt das – natürlich endet die Show mit dem obligatorischem Bühnensturm des Publikums zu „Here comes the Drum“. Nicht damit gerechnet haben offenbar die Veranstalter und die völlig überraschte Security, die gar nicht wusste was sie nun machen soll. Aber was willst da auch machen? Feiern lassen und gut ist. So wie sich das für ein Festival gehört. 

Danke HEIKO. Danke Bands. Vermerkt als ziemlich guter Tag.