Am vergangenen Donnerstag spielten Eskimo Callboy zusammen mit ihren beiden Support-Bands Bad Omens und Slaves im Huxley’s in Berlin. Auf Grund der Sturmwarnung und der wirklich chaotischen Lage in Berlin, wurde das Konzert etwas nach hinten verschoben, um so vielen wie möglich den Auftritt zu ermöglichen. Denn die Anfahrt zum Huxley’s gestaltete sich von Minute zu Minute schwieriger, der S- und Regionalbahnverkehr wurde eingestellt und auch die Busse fuhren nicht mehr. Einzig die U-Bahn war ein verlässliches Transportmittel, dadurch aber auch restlos überfüllt. Doch trotzdem Sturm, fliegenden Ästen und fallenden Bäumen füllte sich das Huxley’s nach und nach und wurde immer voller.

Den Auftakt an diesem Abend machten Slaves, eine Post-Harcore Band aus Kalifornien. Doch so richtig warm wurde das Publikum nicht. Vereinzelt konnte man ein verhaltenes Kopfnicken beobachten, doch der Funkte wollte nicht wirklich überspringen. Ganz anders bei Bad Omens, die das Publikum direkt auf ihrer Seite hatten. So langsam kam Bewegung in die Bude. Ein Circle Pit wurde schnell eröffnet und zum Ende des Sets rief Sänger Noah Sebastian noch zu einer Wall of Death auf. Warm gepogt und voller Vorfreude warteten nun alle gespannt auf Eskimo Callboy, die mit gewohnt viel Bühneneffekten und Power ihren „The Scene“ Tourauftakt starteten. Von Anfang an wurde gesprungen, getanzt, gepogt und einfach nur die Sau raus gelassen. Der Boden im Huxley’s bebte unermüdlich unter all den tanzenden Füßen. Wer die Location nicht kennt: Hier wird im 1. Stock gespielt. Und wenn man sich kurzzeitig mal Gedanken macht, durch die Decke zu krachen war auch der Auftritt der Band ein Kracher!

 

Fotos: Gina Wetzler | www.ginawetzler.de