Ausgangssituation:

Kumpel Jens drückt mir die CD „Godzilla was friend of mine“ in die Hand und sagt, die sei ihm ans Herz gelegt worden. Ich steh ja eh auf DIY und solle mal reinhören.

Also hab ich das gute Stück das erste Mal auf der Fahrt nach Bremen zu einem Konzert reingeschmissen. Und seitdem regelmäßig wieder im CD-Player.

Die Herrschaften erzählen Geschichten. Und zwar Geschichten mit einer fast schon spährischen Dichte und komplexen Strukturen. Dabei aber immer unaufdringlich und angenehm. Irgendwo zwischen Postrock und Postpunk. Nie zu aggro, nie zu beliebig. Immer mitreissend.

Ich fühle mich gleich beim ersten Song „Faithful Patrones“ in die 90er versetzt. Gefühlstechnisch. Kein Plan warum. Sturm und Drangzeit sag ich da nur.

Der Spagat zwischen Clouds Nothings und La Dispute. Der unverkrampfte Biss einer Band die viel will ohne sich dabei zu verbiegen. Und das auch grandios schafft.

Wie man meinen Worten vielleicht entnehmen kann, kriegen die Godzillafreunde mich. Und zwar mit jedem einzelnen Song. Das kann auch daran liegen, dass sie sich ähneln, was mich aber in diesem Fall nicht stört, sondern ein rundes Bild auf dem gesamten Album erzeugt.

Übrigens hab ich mich in dieses Cover verliebt! Da hat Herr Hummel ( Hummelgrafik ) ganze Arbeit geleistet! Großartig!

Wer neugierig geworden ist sollte mal reinhören Ende Juni. Oder sich eben gleich die Vinyl bestellen. Ich werd das machen. Dicker Daumen hoch!

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Tracklist:

  1. Faithful Patrones
  2. Pelican
  3. Noise
  4. Golden Puma
  5. Paper Cuts Skin
  6. Poe
  7. Plastic Diamond
  8. Wave Inside
  9. Dagger
  10. Life and Funktion

 
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Godzilla Was A Friend Of Mine - Life and Function (krimzkramz, 26.06.2015)
4.0Gesamtwertung