Die schwedischen Debütanten von A Projection haben am 24.April ihr erstes Album „Exit“ über das kleine aber feine Hamburger Label Tapete Records veröffentlicht und zeigen direkt ihre Vorliebe für New Wave.

Schon der Opener „Exit“ hätte gut und gerne aus der Feder von Ian Curtis stammen können, was mir die Stockholmer direkt sympathisch machen und dazu führen, dass ich mich voller Hingabe den weiteren neun Songs widme, die mich alle fast vollständig fesseln und in den Bann ziehen.

Meine Güte, lange habe ich auf ein Album gewartet, dass wieder einmal sehr düster, melancholisch und böse, aber im Gegensatz dazu doch so sehr euphorisch und tanzbar klingt.

In langen, dunklen schwedischen Wintertagen entstanden, saugt „Exit“ quasi die düstere depressive Grundstimmung der vierten Jahreszeit auf, was einen großen Einfluss auf die Songs und die Stimmung hat, die diese erzeugen. Der charismatische Sänger Isak beschreibt die Zeit der Aufnahmen als eine Zeit voller fehlendem Tageslicht, Mangelernährung und dem Zustand des Ausgeliefert seins…sich selbst und den anderen Mitgliedern gegenüber.

Dabei herausgekommen ist ein wunderbares Debütalbum, welches sich nicht hinter anderen Veröffentlichungen verstecken muss, besonders wenn man überlegt, dass es A Projection eigentlich erst seit 2013 gibt!

Von mir eine klare Kaufempfehlung für die Jungs, die den Spirit von Joy Division oder New Order aufgegriffen haben und auf dem besten Weg sind ein große Nummer im Indie-Bereich zu werden!

 

A Projection - Exit

Tracklist:

  1. Exit
  2. Camera
  3. Young Days
  4. Reborn
  5. Solid
  6. Another Face
  7. This is not me
  8. Retrospection
  9. The Laughing Garden
  10. Faith

 

Link:

http://aprojection.com/

A Projection - Exit (Tapete Records, 24.04.2015)
4.8Gesamtwertung