Eine der besten Livebands, wenn nicht sogar DIE beste Liveband der Nation, gab sich gestern mit ITCHY und Anti-Flag die Klinke in die Hand.

Die DONOTS aus Ibbtown-Rockcity haben das Hamburger Mehr Theater bei ihrer bislang größten Hamburger Headlinershow zum Kochen gebracht. Es war bunt, es war laut, es war einfach das, was man von Deutschlands vielleicht bester Liveband erwartet. Ein großartiges Konzert und eine ehrwürdige „Silverhochzeit“, wie die 5 Punkrocker ihren 25. Geburtstag selbst nannten.

Pünktlich um 19:15 Uhr betraten ITCHY die Bühne und eröffneten den Abend. Bereits vor über 20 Jahren tourten die 3 Jungs, die vor kurzem ihr „Poopzkid“ abgelegt haben, mit den Donots durch die Bundesrepublik. Zum 25. Geburtstag durften die schwäbischen Punkrocker natürlich nicht fehlen!

Nach einer knackigen 20-minütigen Umbaupause rasten Anti-Flag über die Bühne. „Die For Your Government“ schallte es durch das Mehr Theater und die Halle bebte! Justin Sane und seine Jungs aus Pittsburgh gaben viele ihrer Punkhits („Turncoat“, „911 For Peace“, etc.) zum Besten. Was für ein angemessenes Warm-Up! Jede der Supportbands wurde gebührend von den DONOTS persönlich auf der Bühne angekündigt.

Ein kleines Manko an dieser Stelle zum Mehr Theater selbst. Der Sound war an vielen Ecken der Location nicht sehr sauber und etwas „matschig“. Ein ähnliches Phänomen begegnet einem ja gern auch in der Hamburger Sporthalle. Der einzige Minuspunkt an diesem Abend, meiner Meinung nach, wofür aber keiner der Bands etwas konnte. Das tat dem Abend aber keinen Abbruch. Es ging sensationell weiter. Großen Support gab es an diesem Abend wieder von Viva Con Aqua und Kein Bock Auf Nazis.

Ein gigantisches Banner mit der Ziffer „25“ und dem Anlass „Silverhochzeit“ wurde vor der Bühne hochgezogen. Die Spannung im Mehr Theater war greifbar. Ein episches Intro und Lichteffekte begrüßten das Hamburger Publikum. Ingo Donot schreit „Hallo Hamburg“, die Menge tobt ab der ersten Sekunde. Das Banner fiel. Ab nun heißt es 2 Stunden DONOTS live! Die Setliste war eine musikalische Reise durch die über 20-jährige Bandgeschichte. Der aktuellste Song „Scheißegal“, sowie Dauerbrenner des Albums „Pocketrock“ und alles was dazwischen liegt wurde durch die Verstärker gefeuert. Gleich nach den ersten Songs wurde ein riesiger Circle-Pit geformt, in der Mitte ruderten schon die ersten. Guido Donot betitelte dies liebevoll als „ersten Ruderpit der Donots-Geschichte“.

Beim Song „Keiner kommt hier lebend raus“ vom Album „Lauter als Bomben“ wurden in der kompletten Halle Knicklichter verteilt, bis jeder der Gäste mindestens 2 in der Hand hielt. Es wurde kurz eingezählt („Eins, Zwei, Drei, Vier!“) und die Knicklichter flogen bunt durch das Mehr Theater. Laut Ingo Donot leicht ironisch „der Youtube-Moment des Tages!“. Ein glücklicher Fan durfte sich sogar tättowieren lassen. Als Gegenwert durfte der Gast freiweillig sein Shirt lassen und sich ein persönliches Tattoo von Guido Donot stechen lassen, nach dem Konzert samt Aftershowparty im Backstagebereich.

Spätestens bei „Whatever Happend To The 80´s“, „So Long“ oder „We´re Not Gonna Take It“ war auch der letzte Konzertbesucher komplett heiser. Es gab eine weitere Zugabe, doch die DONOTS-Fans sangen den Chor von „So Long“ wieder und wieder. Absolute Gänsehautatmosphäre! Es folgte eine Zugabe der Zugabe. Die Ibbenbürener Punkrocker gesellten sich samt ihrer Instrumente mitten ins Publikum und alle setzten sich hin. „Die Halle mit dem Arsch sauber schrubben“ sollten sie, natürlich mit einem Augenzwinkern. Es kam eine gewisse Lagerfeuerstimmung beim letzten Rausschmeißer auf. Jedoch fühlte sich niemand rausgeschmissen. Im Gegenteil! Bei den DONOTS fühlt sich einfach jeder und immer eingeladen und geherzigt!

Videos und Bericht: Adrian „Addy“ Peters

 

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