Und wieder einmal eine der Punkbands, die man zufällig beim durchzappen bei Facebook findet und dann sofort verliebt ist. Vielen Dank in diesem Zusammenhang an die netten Leute von Away From Life, die sich im Rahmen eines Reviews um die Landauer bzw. Mainzer von atmen, weiter gekümmert haben – hier bestätigt sich mal wieder, dass Fanzines immer auch Leser mit neuen Bands bekannt machen… und somit macht die eigene Arbeit noch mehr Sinn!

Nun liegt sie also vor mir, die „leichtigkeit des scheins“, welche die Post-Punker am letzten Freitag unters Volk geschmissen haben und mit welcher sich gekonnt Tiefschläge setzen… ob musikalisch oder textlich, hier gibt`s definitiv ordentlich was auf`s Mett!

Ob es nun das „trickspiel“ mit dem „phrasenmonster“ ist, die geile Mischung aus deutschsprachigem Punk, Emo und Hardcore macht Bock – lange nicht mehr gehört sowas, die Scheibe kann was… ehrlich!

Im Gegensatz zu „haus/hell“ ist das Cover des Albums eher düster, aber sowas von! Aber genau das macht die Scheibe so ansprechend… hell und bunt kann jeder – die Texte an sich haben eh keinen Bock auf Farbe, würde garantiert nicht passen.


„was ist das für ein spiel
was wir hier so betreiben
kurz auf den punkt gebracht
akzeptieren oder vermeiden“
(die scheissheit)


Und jetzt mal ehrlich, wie gerne würdet ihr mal dem einen oder anderen seine so schön durchgestylten „zähne brechen„? Also zwischendurch kann man dieser Idee bestimmt schon mal was abgewinnen, die allgemeine „scheissheit“ lässt sich aber damit auch nicht nachhaltig bekämpfen.

Klaro, „schwarz + weisz = grau„… und da ich den düster melancholischen Farben sowie Texten eher zugetan bin als dem ganzen weichgespülten „wir feiern den untergang mit unserem mainstream pop“ Scheiß, kann ich hier nur regelmäßig den Daumen nach oben recken.


„und wie mal jemand sagte
the home is where your heart is
doch schwer zu verstehen
wenn du nicht weißt wo das ist“

(ill communication)


Auf der Suche nach dem Sinn und Platz landet man vielleicht irgendwann mal in „franfurt/oder„, auch wenn man mittlerweile eigentlich viel zu „müde“ ist – aber immer noch besser als irgendwo im „stacheldraht“ zu verrecken, oder?!

Für mich haben atmen, weiter mit ihrem Debüt „leichtigkeit des scheins“ richtig einen rausgehauen und die Messlatte für die nächsten Veröffentlichungen sehr hoch gelegt… mit ein wenig Training sollte diese Hürde aber garantiert auch zu nehmen sein!

Zugreifen ist Pflicht… Ausreden lasse ich definitiv nicht gelten!

 

Titel:
1. trickspiel
2. phrasenmonster
3. haus/hell
4. zähne brechen
5. die scheissheit
6. schwarz + weisz = grau
7. ill communication
8. frankfurt/oder
9. müde
10. stacheldraht

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atmen, weiter - leichtigkeit des scheins (Meta Matter Records/30 Kilo Fieber Records, 03.11.2017)
4.7Gesamtwertung