Der Abend startete mit der schwedischen Death-Metal-Band Hypocrisy um Frontman Peter Tägtgren. Passend zum Sound der Schweden war die Bühne von Anfang bis zum Ende in düsteres Licht gehüllt. Leider war das Set etwas zu kurz, denn als die Menge gerade so richtig in Fahrt gekommen war, war das Set von Hypocrisy leider auch schon wieder vorbei und mit ihrem Klassiker „Roswell 47“ verabschiedeten sich Hypocrisy von der Bühne und machten Platz für Arch Enemy.

Arch Enemy legten gleich zu Beginn kräftig los. Auch wenn ich die Band schon etliche male live sehen durfte, bin ich doch jedes Mal aufs Neue fasziniert, wie viel Energie in Frontfrau Alissa White-Gluz steckt. Der zierliche Wirbelwind tobte über die Bühne, bangte und röhrte die Songs mit ihrem kräftigen Organ in die Menge. Auch der Rest der Band um Michael Amott und Jeff Loomis spielten, als ob es kein morgen gäbe. Nach einer schweißtreibenden knappen Stunde neigte sich nun auch das Set von Arch Enemy seinem Ende zu und mit „Nemesis“ spielten sie ihren letzten Song des Abends und brachten das Velodrom dabei noch einmal mächtig zum Beben.

Anschließend wurde die Bühne mit einem „Berserker“-Banner verhüllt und aus den Boxen ertönte der Song „Run To The Hills“ von Iron Maiden, welcher auch gleich lautstark von den Fans mitgegrölt wurde, bevor Amon Amarth unter lautem Getöse die Bühne enterte. Vom ersten Augenblick an war die musikalische Wikingerschlacht von Amon Amarth nicht mehr zu stoppen. Überall auf und vor der Bühne waren Flammenwerfer verteilt mit denen Amon Amarth das Velodrom regelrecht abfackelten. Das Hauptaugenmerk lag aber auf den mittig auf der Bühne platzierten, überdimensionalen Wikingerhelm auf dem das Schlagzeug thronte. Zielstrebig und siegessicher steuert Frontman Johan Hegg sein Wikingerschiff gen Ziel durch die Setlist, während die Menge wie die „Berserker“ im Moshpit tobte. Schließlich ertönte der letzte Song des Abends und mit „Twilight Of The Thunder God“ endete eine grandiose Wikingerschlacht.