„Make Way For The King“ ist bereits das fünfte Album der Band. Das sollte man zwischenzeitlich gelernt haben so richtig auf die Kacke zu hauen. Aber irgendwie klingen Voodoo Six hierauf, als würden sie mit angezogener Handbremse spielen. Und wenn sie die mal etwas lockerer lassen, wie bei „Until The End“ und „Walk A Mile“, dann freut mich sich, auch wenn die beiden Songs auch nicht so besonders klingen.

Eigentlich schade. Denn der moderne Hardrock mit bluesigem Hardrock und leicht alternativem Charme hat durchaus was. Und besonders der neue Sänger Nik Taylor-Stoakes bringt mit seinem Vortrag zwischen Shouting und Gefühl das richtige Rüstzeug für eine saftige Rockparty mit. Doch dem machen die eher biederen (Midtempo-)Songs einen Strich durch die Rechnung.

Die Riffs und Hooks klingen recht beliebig. Echte Melodien bleiben nicht hängen. Dabei kann die Band durchaus was, was sie immer wieder an ihren Instrumenten beweist. Doch irgendwie will der Funke nicht so überspringen. Wirklich schade.

Wer trotzdem neugierig ist, sollte sich die Songs „Electric“, „Let Me Walk“ oder „Walk A Mile“ anhören. Wenn die gefallen, kann man sich guten Gewissens auch den Rest geben.

Trackliste:
1. Electric
2. Make Way For The King
3. Let Me Walk
4. Falling Apart
5. Riot
6. Amen
7. Until The End
8. Release The Hounds
9. The Choking
10. Walk A Mile
11. Wasteland
12. Swept Aside

Voodoo Six - Make Way For The King (White Knuckle Records, 08.09.2017)
2.9Gesamtwertung