Nach der recht überflüssigen EP „Thy Messenger“ liefern die Polen Vader nun auch wieder eine vollständige Langrille ab. Das ist schön, denn das polnische Death-Metal-Urgestein steht in der Regel für 1A Nackenbrechertöne.

Auch beim neuen Longplayer „Solitude In Madness“ darf man sich über eine kurze Laufzeit und das Aufkochen von altem Material freuen oder wundern. „Despair“ und „Emptiness“ sind dem Vader-Fan natürlich bekannt. Zusammen mit den beiden ollen (aber nicht schlechten) Songs bekommt „Solitude in Madness“ eine Spielzeit von knappen 30 Minuten hin. Ich sag mal, da ist noch Luft nach oben.

Die acht neuen Songs haben es dafür dann aber in sich. „Into The Oblivion“ lässt das Geschwindigkeitspegel in den Himmel schießen. Im Gegensatz dazu steht der „Final Declaration“, welches (an Vader-Maßstäben gemessen) fast schon gemächlich, aber unglaublich druckvoll aus dem Lautsprecher brüllt.

„Stigma Of Divinity“ ist mein Favorit auf dem Album. Keine Ahnung wie ein Schlagzeuger diese Blastbeats so ausdauernd auf das Trommelfell zimmert, aber beeindruckend ist das schon.

Fazit: Sehr gute acht neue Song. Das Aufkochen von älterem Material könnten Vader sich aber sparen, das hat die Band nicht nötig!

 

1. Shock And Awe
2. Into Oblivion
3. Despair
4. Incineration Of The Gods
5. And Satan Wept
6. Emptiness
7. Final Declaration
8. Dancing In The Slaughterhouse
9. Stigma Of Divinity
10. Bones

http://www.vader.pl/

Vader - Solitude In Madness (Nuclear Blast, 08.05.2020)
3.8Gesamtwertung