Wenn es darum geht sich mal kurz schnellen und auf den Punkt gespielten Death Metal in die Gehörgänge zu blasen, dann sind die Polen Vader immer eine gute Wahl.

Mit „Thy Messenger“ hat die Band nun eine kurze EP veröffentlicht, die zwar ein paar gute Töne enthält, die man aber auch als Fan der Todesblei-Band nicht unbedingt haben muss. Warum ist das so? Nun, dreizehn Minuten Laufzeit sind eher Single-, denn EP-Format, der Preis des Shortplayers liegt aber deutlich über dem Preis einer Single. Dazu gibt es dann auch nur drei neue Songs, eine Neueinspielung von „Litany“ und das Judas-Priest-Cover „Steeler“.

„Grand Deceiver“ ist typischer Vader-Death-Metal, schnell, hart und brutal. Der Song macht Spaß. Die Neueinspielung von „Litany“ hätte es für mich nicht gebraucht, hier fehlt deutlich der Charme des Originals. „Emptiness“ und „Despair“ sind gutklassige Song, auf einem kompletten Album der Polen wären sie aber vielleicht etwas untergegangen, da beiden deutlich die Durchschlagskraft fehlt.

Der längste Song der EP ist das Judas-Priest-Cover „Steeler“. Nett, aber ein neuer Vader-Song wäre besser gewesen.

Fazit: Naja, man kann gerne mal bei Spotify oder Deezer reinhören. Aber extra Geld für diese EP ausgeben, das würde ich nicht!

 

 

1. Grand Deceiver
2. Litany (Re-Recording)
3. Emptiness
4. Despair
5. Steeler (Judas Priest-Cover)

http://www.facebook.com/vader

Vader - Thy Messenger (Nuclear Blast, 31.05.2019)
2.5Gesamtwertung