Die Schweden Sabaton sind wohl eine der Bands, welche die Metalgemeinde aufs heftigste spaltet. Zwischen totalem Kult und kompletter Ablehnung ist da kaum ein Zwischenton. Nachdem ich die Band einmal live erlebt habe, reihe ich mich eher in die Riege der Fans ein. Auch wenn der Sound der Band gelegentlich mit einem ordentlichen Kitschlevel daherkommt.

„The Last Stand“ ist das neue Album der Band. Am Konzept haben Sabaton so ziemlich nichts geändert. Der Bombast spritzt aus jeder Note, die Texte drehen sich wieder um Schlachten und die Songs sind sehr eingängig, die Refrains sind mit Widerhaken ausgestattet und gehen nicht mehr aus dem Ohr.

„Sparta“ macht den Anfang und führt die Sabaton Anhänger in die griechische Geschichte. Eigentlich ist der Song die perfekte musikalische Untermalung zum Film 300. Der erste richtige Höhepunkt des Albums ist „Last Dying Death“. Im Midtempo stampft sich die Band durch die knappen 3 Minuten und packt den Song voller Melodien und verankert den Track im Gehörgang.

Ein kleine Neuerung im Bandsound bekommen wir dann bei „Blood Of Bannockburn“ zu hören. Dudelsäcke und besonders die Orgelklänge haben wir so präsent bisher noch nicht von den Schweden gehört. Leider läuft der Song etwas „unrund“ und poltert ein wenig ziellos vor sich hin. Definitiv der Schwachpunkt auf „The Last Stand“.

„The Lost Battalion“ ist dann wieder ein anderes Kaliber. Die Drums klingen hier ein wenig trocken, aber genau dieser Industrialsound kommt zusammen mit Brodén Gesang ziemlich gut. Auch die sparsam gesetzten Gitarrenriffs passen super zu diesem Song.

„Rorke´s Drift“ ist dann ein klassischer Metal-Brecher. Uptempo, melodiös und (wieder) eingängig. Darauf folgt der Titeltrack, welcher von der Band wohl eindeutig für die Bühne geschrieben worden ist. Der Refrain ist kack-simpel und sitzt bereits nach dem ersten Durchlauf auf den Stimmbändern und wartet darauf losgelassen zu werden.

Die restlichen vier Songs reihen sich irgendwo auf dem guten Qualitätslevel der anderen Songs ein.
„The Last Stand“ ist ein gutes Album, allerdings ist die Hitdichte auf Alben wie „The Art Of War“ und auch „Heroes“ ein wenig höher. Von daher würde ich das Album hinter diesen beiden Langrillen einreihen!

sabatonlaststand

Sparta
Last Dying Breath
Blood Of Bannockburn
Diary Of An Unknown Soldier
The Lost Battalion
Rorke’s Drift
The Last Stand
Hill 3234
Shiroyama
Winged Hussars
The Last Battle

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Sabaton - The Last Stand (Nuclear Blast, 19.08.2016)
3.8Gesamtwertung