Nein, hier handelt es sich nicht um das neue Album von New Model Army (schade! – Anm.d.Red.). Jenes erscheint am 23. August (juhu! – Anm.d.Red.). N.M.A. ist eine noch nicht allzu lange existierende Band aus der Schweiz. Gegründet wurde sie 2016 von Bassistin/Sängerin Denise Gutzwiller, Schlagzeuger Robo Indrist und Gitarrist Greg Altherr. Jetzt kommt man mit seinem selbstbetitelten Debütalbum um die Ecke.

Die angestrebte Formel lautet nach eigenen Angaben: Oldschool-Thrash trifft Rock’n’Roll. Na, das macht doch mal neugierig. Es gibt sicher langweiligere Kombinationen. Und tatsächlich, die erste Nummer „This World“ startet schon mal mit prügelndem Gitarrengeriffe schön stampfend. Was auch gleich auffällt: der Gesang. Leider ist er komplett uncharismatisch und in seiner Leierhaftigkeit (äußerst nett ausgedrückt!) komplett unauffällig. Auch wenn Denise im späteren Verlauf etwas kratziger agiert, ist das zwar besser. Aber auch das bringt die Songs nicht wirklich voran.

Denn diese klingen alles andere als spannend. Manchmal ist sogar alles irgendwie ziemlich holprig zusammen gestöpselt, wie bei „Turn On The Light“, bei man aus dem groovigen Midtempo urplötzlich in einen ruppigen Refrain umschwenkt. Es regiert hier einfach zu sehr biedere metallische Hausmannskost. Auch in instrumentaler Hinsicht hat man nicht wirklich etwas Aufregendes oder Spezielles zu bieten.

Aber genug gelästert – oder eher festgestellt. Einmal horcht man doch auf. Und zwar beim balladesken „Tearminator“. Jenes kommt mit Pianoklängen daher und hat durchaus eine nette Melodie. Nur der eingeworfene Stakkato-Metal-Teil wirkt auch hier wie ein Fremdkörper. Vielleicht in Zukunft etwas mehr Bekenntnis zur Melodie? Wäre sicher angenehm.

So bleibt am Ende doch nur eine Platte, die genauso unauffällig wie ihr Cover ist, die aber für die Band sicher die Welt bedeutet, aber niemand ernsthaft hinter dem Ofen hervorlocken wird. Schade eigentlich…

 

Trackliste:
1. This World
2. Shining Bolt
3. Turn On The Light
4. Shadow
5. Dark Creatures
6. Tearminator
7. Whatever
8. Innocent
9. Demons

 

N.M.A. - N.M.A. (RoBnRoll Records, 31.05.2019)
2.0Gesamtwertung