Ein wenig überraschend war es schon, dass Sänger Stefan Zörner bei seiner Formation SpiteFuel ausgestiegen ist. Mit dem Album „Dreamworld Collapse“ hatte die Band gerade ein wirklich feines Album veröffentlicht, welches bei Fans, Presse und Onlinemagazinen auf viel positive Resonanz gestoßen ist. Dass die Vorgängerband Strangelet auch nur von begrenzter Lebensdauer war, passte dann doch irgendwie ins unvollständige Bild.

Knapp ein Jahr nachdem „Dreamwold Collapse“ veröffentlicht worden ist, legt Zörner mit seiner neuen Band Reternity ein Debütalbum vor. Das Teil hört auf den Namen „Facing The Demon“ und erweist sich in den ersten Durchgängen als sperriger Brocken. Da Alben, welche nicht sofort zünden, aber oft viel Potential enthalten, welches sich erst später zeigt, habe ich mich mit den elf Songs etwas länger beschäftigt bevor ich meine Gedanken dazu hier in Bits und Bytes festhalte.

„Facing The Demon“ ist ein Ritt quer durch Genres der harten Töne. Hard Rock, Heavy Metal und Thrash Metal gibt es hier in den knapp vierzig Minuten Laufzeit des Albums zu hören.

Das Intro „Strings Of Sir I: Sunset“ läutet das Ganze mit akustischen Gitarren ein. Beinhart geht es dann aber mit „Last Days Of War“ weiter. Der harte Song hat ordentlich Ecken und Kanten und läuft nicht so einfach in die Gehörgänge, „Tomorrow’s History“ schließt härtegradmäßig direkt an den Opener an. Allerdings ist der Song etwas schneller zu greifen, was auch am sehr coolen Wechsel zwischen Strophe und Refrain liegt! „I Love The Night“ präsentiert sich hart rockend, der Chorus hat Mitsingcharakter und macht ziemlich viel Spaß im Ohr!

„Down. Not. Broken“ ist das krasse Gegenteil dazu. Sehr stampfend und modern verlangt auch dieser Song nach ein paar Durchläufen, welche man ihm auch geben sollte! Mein Highlight des Albums ist der Titelsong. „Facing The Demon“ ist klassischer Heavy Rock ohne Schnörkel, direkt ins Ohr und ab in den Nacken!

Fazit: So ganz auf dem Niveau von „Dreamworld Collapse“ würde ich Reternitys „Face The Demon“ noch nicht einordnen! Dafür fehlt es noch etwas an Feinschliff. Aber Reternity sind halt auch schon verdammt nah an diesem Level dran. Und das, obwohl die Band auch erst seit Sommer 2018 zusammen musiziert!

Ich bin gespannt, wie es weitergeht! Spannend!

 

1. Strings Of Sor I: Sunset
2. Last Days Of War
3. Tomorrows´s History
4. Reternity II
5. I Love The Night
6. Down. Not. Broken.
7. Facing The Demon
8. Singularity
9. Suicide Butterflies
10. Stone To Mouth
11. Strings Of Sor II: Sundown

https://www.facebook.com/reternityband/

 

Reternity - Facing The Demon (MDD Records, 31.05.2019)
3.9Gesamtwertung