Schon seit beinahe dreißig Jahren (mit Unterbrechungen) sind Life Of Agony nun schon existent und seit dem Debüt-Album „River Runs Red“ aus 1993 schlägt mein Herz für die New Yorker Crossover-Combo um Mina Caputo, Joey-Z., Alan Roberts und Veronica Bellino, die erst im letzten Jahr den (wegen seiner wirren und abstrusen politischen Äußerungen) in Ungnade gefallenen Sal Abruscato am Schlagzeug ersetzt hatte.

Auch wenn mich die letzten beiden Alben „Broken Valley“ (2005) und „A Place Where There’s No More Pain“ (2017) nicht mehr wirklich gekickt haben und weit entfernt von dem Kracher-Album „River Runs Red“ sowie „Ugly“ und „Soul Searching Sun“ waren, so habe ich mich trotzdem sofort auf die neue Scheibe „The Sound Of Scars“ gefreut – konnte es doch eigentlich nur besser werden, oder?!

Was soll ich sagen, lange Rede wenig Sinn… es wird besser!

Nicht nur LOA selbst sprechen davon, dass sich der Kreis nach dem ersten Album nun mit der sechsten Studioscheibe endlich schließt – hört man sich „The Sound Of Scars“ an, findet man viele Parallelen zu „River Runs Red“. Musikalisch haben die Amis endlich wieder eine ordentliche Schüppe draufgelegt und Mina klingt wütender als je zuvor.

Unter der Regie von Sylvia Massy und Howie Weinberg, die bereits für das Gelingen von Alben für Tool, Nirvana, Soundgarden oder System Of A Down verantwortlich waren, versuchen LOA hier den Spirit der frühen 90er wieder aufzugreifen, was ihnen mit Nummern wie „Scars“ oder „Lay Down“ wunderbar gelingt.

„The Sound Of Scars“ kommen meiner Meinung nach zwar immer noch nicht ganz an das bärenstarke Debüt der New Yorker heran, was auch eigentlich nicht möglich ist. Life Of Agony zeigen aber, dass man sie immer noch auf dem Schirm haben sollte!

Für mich zwar nicht das beste Metal-Album des Jahres, aber sie greifen noch einmal an… und das ist gut so!

 

Titel:
1. Prelude
2. Scars
3. Black Heart
4. Lay Down
5. Then
6. Empty Hole
7. My Way Out
8. Eliminate
9. Now
10. Once Below
11. Stone
12. Weight of the World
13. When
14. I Surrender

 

Und hier noch schnell die LOA-Tourdaten:

02.11.: Düsseldorf, DE @ Zakk
03.11.: Hamburg, DE @ Gruenspan
06.11.: Hannover, DE @ Musikzentrum
09.11.: Stuttgart, DE @ Juz Hallschlag
10.11.: Zürich, CH @ Dynamo
12.11.: Graz, AU @ PPC
13.11.: Wien, AU @ Flex
17.11.: Münster, DE @ Sputnikhalle

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Life Of Agony - The Sound of Scars (Napalm Records, 11.10.2019)
4.2Gesamtwertung