Mit ihrem ersten Album „…But Heaven Is Clear“ haben Galaxy Space Man mal so richtig Eindruck geschunden. Fast alle Webseiten oder Zeitschriften, welche sich mit harter Musik, auseinandersetzen haben lobende Worte für den Art Rock der Hamburger gefunden. Und das auch vollkommen zu Recht. Das ist allerdings nun auch schon wieder fünf Jahre her, es wird also Zeit, dass die Band nachlegt.

„Unravel“ heißt Longplayer Nummer 2 und die Band bleibt sich mit den elf Songs des Albums selber treu. Damals habe ich die Band noch mit Karnivool verglichen. Diesen Vergleich würde ich heute auch noch machen, allerdings klingt die Band nun viel selbständiger und hat sich von ihren Einflüssen freigeschwommen.

Direkt mit dem Opener „Tempest“ spielen die Hamburger groß auf. Sehr wuchtig aber auch melancholisch tropfen die schweren Riffs aus den Lautsprechern, dabei knarzen die Gitarren sehr fein. Bestimmendes Element ist hier die Stimme von Sänger Mattia Zander. Eindringlich singt und schreit er seine Texte heraus!

„Poles“ ist auch so eine Nummer, welche eher schwer daherkommt. „Unravel“ ist generell keine easy listening Musik, welche man mal ebenso nebenher hören mag. Dazu sind Songkonstrukte wie das überlange „Kaleidoscope“ zu komplex.

Mein Highlight des Albums ist „Resting State“. Hier sind Galaxy Space Man am härtesten unterwegs und legen ein ordentliches Tempo vor!

Wer also auf der Ausschau nach Musik ist, welche es verlangt, das man sich mit ihr beschäftigt, der ist hier richtig!

01. Tempest
02. Kal
03. Poles
04. Resting State
05. If you
06. Perspective
07. Objections
08. Kaleidoscope
09. World Citizen Sleep
10. Nutsy Gsus
11. Holy Mountain

 

https://www.facebook.com/galaxyspaceman/

Galaxy Space Man - Unravel (Finaltune Records, 22.06.2018)
4.3Gesamtwertung