Wenn ein Band ein Album selbstbetitelt, dann ist bezeichnet dies oft eine Art Neuanfang! Firewind haben dies nun mit ihrem neue Album gemacht. Und irgendwie ist „Firewind“ auch ein Neustart für Gus G. und Co. Schließlich gibt es mit Herbie Langhans mal wieder einen neuen Sänger in der Band, und tatsächlich passt Langhans perfekt zum Firewind-Sound, welcher auch ein wenig eine Frischzellenkur verpasst bekommen hat. Der Vorgänger „Immortals“ war noch ein Konzeptalbum und wirkte für mich auch etwas verkopft.

Von dem Ballast eine Geschichte erzählen zu müssen, haben sich Firewind auf ihrem neunten Studioalbum befreit und spielen locker auf! „Welcome The Empire“ ist dann auch direkt ein typischer Firewind-Kracher. Nach einem kurzen Intro ballert der der Song aus allen Rohren. „Devour“ setzt auf ein wenig mehr Eingängigkeit und Langhans kann hier besonders beim geilen Refrain brillieren.

„Perfect Strangers“ ist kein Deep-Purple-Coversong, klingt aber ein wenig wie ein Rainbow– oder Dio-Song auf Speed, ist also zumindest ein wenig artverwandt. „Space Cowboy“ ist der Gute-Laune-Schenkelklopfer von „Firewind“.

Fazit: „Firewind“ macht mir verdammt viel Spass. Die Band spielt locker auf, Gus G.s Gitarrenspiel gefällt mir ausgesprochen gut, wie immer ist er banddienlich unterwegs und Herbie Langhans scheint als Sänger ein „perfect match“ zu sein!

1. Welcome To The Empire
2. Devour
3. Rising Fire
4. Break Away
5. Orbitual Sunrise
6. Longing To Know You
7. Perfect Stranger
8. Overdrive
9. All My Life
10. Space Cowboy
11. Kill The Pain

Firewind - Firewind (AFM Records, 15.05.2020)
4.2Gesamtwertung