Letzte Woche war unsere Ruhrpott-Redakteure Norman und Meik beim Eläkeläiset Konzert im Bahnhof Langendreer in Bochum. Was sie dabei erlebt haben und wie es war? Schaut hier:

Wer schon immer wissen wollte, wie Metallica„Enter Sandman“ auf Finnisch in einer Polka-Version klingt, der sollte dringend mal ein Eläkeläiset-Konzert besuchen, denn die selbsternannten „Kings of Humppa“ sind dafür bekannt, Songs aus dem Pop- und Rockbereich zu covern und diese durch den Humppawolf zu drehen. Letztlich, so beschreiben die fünf Finnen ihre Musik, kann jeder Song als Humppa gespielt werden und klingt erst dann wirklich gut.

Die Gelegenheit zum Konzertbesuch bot sich am letzten Montag im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer in Bochum, einer kleinen aber sehr schönen Location im Ruhrpott mit einem vielfältigen Programm von Konzerten bis Lesungen. Eläkeläiset spielt dort nahezu jedes Jahr, Eläkelaisetdieses nun im Rahmen der Deutschland-Tour „Humppa Aktivität 2017“. Der Gastgeber kündigte einen feucht-fröhlichen Humppa-Abend an und sollte recht behalten.

Wie üblich, begann das Konzert mit dem üblichen Einmarsch zum Humppa-Theme „Humppa like a clown“ und die Band bestückt ihre Instumentenständer mit diversen alkoholischen Getränken. Opener war das eingängigen Humppakurkari (Original: „I cant control myself“ von The Troggs) und das Publikum tanzt. Das Publikum war ohne sehr stark mit Eläkeläiset-Fans bestückt, was an der Vielzahl der Bandshirts zu erkennen war. Das Konzert war jedoch mit rund 200 Zuschauern deutlich geringer besucht, als in den Vorjahren – die Gründe hierfür können darin liegen, dass Eläkeläiset im Vorjahr ausnahmsweise mal nicht durch Deutschland tourte oder die Konkurrenz durch Iron Maiden in Oberhausen am gleichen Tag durchaus groß war. Der Stimmung tat es jedenfalls keinen Abbruch, das Publikum war ja schließlich zwecks Humppa vor Ort. Hier waren auch Personen anzutreffen, die von sich behaupten jedes Lied mitsingen zu können, ohne auch nur ein Wort finnisch zu beherrschen.

In der Folge spielte Eläkeläiset eine Reihe Songs vom frisch veröffentlichten Album „Humppa of Finland“, angefangen mit dem Song „Humppaprincessa“. Laut Sänger und Akkordeonspieler Lassi Kinnunen fällt es jedoch schwer, in diese Rolle zu schlüpfen. Auch hier präsentiert Eläkeläiset eine Reihe tanzbarer Ohrwürmer wie beispielsweise „Elandi“ – der Wiedererkennungswert ist jedoch geringer, da auf diesem Album ausschließlich Songs finnischer Künstler gecovert werden.

Insgesamt mal wieder ein Konzert mit guter Stimmung und viel Spaß, insbesondere an den kuriosen und Eläkelaisethumorträchtigen Ansagen der Band in durchaus passenblem Deutsch mit finnischem Akzent. „Das nächste Lied wird Ihnen gefallen, weil es ist es ein sehr schönes Lied“ gefolgt von der Aufforderung, das Publikum möge zu Beginn des Songs die Hände heben (Fertig? Hände hoch!)

Die letzte dreiviertelstunde des gut 90 minütigen Konzert waren gespickt von den Klassikern der Band – hier gab es dann die Humppaversion von Van HalensJump“ (Humpp) oder Kim Wildes „Kids in america“ (Heil Humppa), The Crash Lauren caught the eye (Kitokset Humppasta) oder ACDCs Thunderstruck. Zu guter Letzt folgte dann Metallicas „Enter Sandman (Soramonttuhumppa). Das Publikum ging entsprechend mit – Eläkeläiset und Bahnhof Langendreer, das passt!

So trat man letztlich glücklich und zufrieden mit einer Menge Humppa in den Beinen den Heimweg an.

 

Titel:
1. Elanto
2. Humppamaa
3. Robotti humppa
4. Humppaan ilman housuja
5. Humppaprinsessa
6. Humppakanavahumppa
7. Humppapaini
8. Humppateltta
9. Humppa hallelujaa
10. Humppakeikka
11. Karannut humppa
12. Humppapeto
13. Karjala
14. Humppavitsaus
15. Pilattu humppa
16. Humpan hinta
17. Humppasissi
18. Varakas mummo
19. Onneksi sentään on humppaa

 

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Bilder: Norman Krell & Mike Hacheney