Die Kanadier Anvil sind eine dieser Bands, welche sich einen Kultstatus erspielt haben, diesen aber nie in einen kommerziellen Erfolg umsetzen konnten. Höhepunkt der Wahrnehmung von Anvil war wohl der kultige Dokumentarfilm „The Story Of Anvil“. Der Film ist noch immer ein sehenswertes Dokument über das Musikbusiness.

Wenn man ein Anvil-Album startet, dann weiß man in der Regel auch was man auf die Ohren bekommt. Recht einfachen Heavy Metal, welcher zwischen Mid- und Uptempo hin und her pendelt.

Und genau das liefert auch das achtzehnte Anvil-Album. Wer auf „Legal At Last“ irgendwelche Neuerungen, Innovationen oder eine moderne Spielart des Metals sucht, der sucht bitte an anderer Stelle weiter.

„Legal At Last“ bietet einfach knackharten und stramm gespielten Heavy Metal. Der Titelsong eröffnet das Album in schneller Art und Weise. Der Song bollert schön nach vorne, und man merkt warum die Band einmal als Vorreiter des Speed Metal gegolten hat, auch wenn andere Bands die Kanadier inzwischen tempomäßig rechts überholen. „Nabbed In Nebraska“ setzt mehr auf einen coolen Groove und einen Refrain der mitgesungen werden kann.

Mein Highlight des Albums ist Song Nummer 3! „Chemtrails“ ist eine Vollgasnummer welche ohne Schnörkel ins Ohr geht.

Wer ein einfaches, aber effektives Metalalbum sucht, der wird hier fündig!

 

1. Legal At Last
2. Nabbed In Nebraska
3. Chemtrails
. Gasoline
5. I’m Alive
6. Talking To The Wall
7. Glass House
8. Plastic In Paradise
9. Bottom Line
10. Food For The Vulture
11. Said And Done
12. No Time (Bonustrack)

 

Photo: Rudy De Doncker

Anvil - Legal At Last (AFM Records, 14.02.2020)
3.5Gesamtwertung