Das letzte Album von Primal Fear erschien noch beim italienischen Label Frontiers Records. Meiner bescheidenen Meinung nach hat die Band nicht wirklich zum diesem Label gepasst, welches ja eher für Alben steht, die mehr mit einen Projekt als einen Bandstatus haben.

Für das neue Album „Metal Commando“ sind Primal Fear zu Nuclear Blast zurückgekehrt. Das hat allerdings keinen Einfluss auf die Töne welche die Band produziert. Im direkten Vergleich zum Vorgänger mag man Ralf Scheepers, Mat Sinner und den anderen Bandmitgliedern attestieren, dass sie Musik von Primal Fear abwechslungsreicher geworden ist. Am ehesten festmachen kann man dies am letzten Song des Albums.

„Infinity“ hat eine Laufzeit von etwas über dreizehn Minuten. Die Band zeigt hier ihre ganze stilistische Bandbreite. Langsam fängt der Song an, das Härtelevel steigt schnell an, im Mittelteil probiert sich die Band instrumental aus und die symphonischen Metaltöne am Ende des Songs kannte ich von Primal Fear so auch noch nicht!

Auf dem Rest des Albums zeigt die Band dann aber auch wieder, warum man inzwischen zu einer verlässlichen Größe im europäischen Metalsektor geworden ist. Der Opener „I Am Alive“ bollert ordentlich in Richtung Gehörgang!

„Along Came The Devil“ lässt es etwas langsamer angehen, hat dafür aber die etwas schwereren (im Sinne von heavy) Gitarrenriffs! „Afterlife“ dürfte wohl der heftigste Song von „Metal Commando“ sein.

Fazit: „Metal Commando“ ist ein ziemlich gelungenes Album, welches den hohen Qualitätsstandard der Band locker halten kann!

 

1. I Am Alive
2. Along Came The Devil
3. Halo
4. Hear Me Calling
5. The Lost & The Forgotten
6. My Name Is Fear
7. I Will Be Gone
8. Raise Your Fists
9. Howl Of The Banshee
10. Afterlife
11. Infinity

 

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Pics by Heiko Roith

Primal Fear - Metal Commando (NuclearBlast, 24.07.2020)
4.3Gesamtwertung