Lethal Steel sind eine noch jüngere Band aus Schweden und spielen Metal der traditionellen Schiene. Da ist man natürlich gleich bei Truppen wie Enforcer, Ambush, Ram oder Helvetets Port. Wirklich auf fällt man zwischen diesen vieren (und noch so ein paar anderen…) kaum. Der Heavy Metal von Lethal Steel ist kernig, meist recht straight, ein bisschen pathetisch, ein bisschen kauzig. Die Einflüsse der alten Britenschule scheinen natürlich auch immer wieder in so manchem Riff durch. Logo. So weit, so ungewöhnlich.

Trotzdem verbreiten die vier Songs der EP „Running From The Dawn“ Kurzweil. Regengeräusche und eine zarte Akustikgitarre läuten das Ganze ein und nach einer Minute prescht man im kernigen Midtempo-Metal voran. Das passt schon mal. „Stay Away“ klingt dafür eher lässig und locker und kommt schon fast ungewöhnlich erst in der zweiten Hälfte mit einem eingängigen Refrain um die Ecke, während sich „City Of Sin“ sehr geradlinig gibt.

Am meisten fällt natürlich „Ge Allt“ auf. Nicht weil es ein besonderer Song wäre, sondern einfach weil er in der Heimatsprache des Fünfers gesungen wird. Auch wenn es tausende Bands im Land von Ikea und H&M gibt, bekommt man das (im Gegensatz zu Finnisch oder Norwegisch) eher selten zu hören. Hat was.

Ob das dem Echtmetall-Fan bereits reicht, um mal etwas genauer hinzuhören? Ja, warum nicht.

 

Trackliste:
1. Weekday Refugee
2. Stay Away
3. Ge Allt
4. City Of Sin

 

Lethal Steel - Running From The Dawn (High Roller Records, 27.03.2020)
3.7Gesamtwertung