Jan Sievers ist mir vor allem in den sozialen Netzwerken das erste Mal vor die Linse gerutscht und als mir das neue Album „Neue Heimat“ angeboten wurde, war ich entsprechend gespannt.

Bereits vorher hatte ich das Video zu „Polaroid“ gesehen und gehört und war hin- und hergerissen. Um so spannender jetzt das Album.

 

Das thematisch auf „Aufbruch“ in Richtung „Neue Heimat“ aufgebaute Album bleibt dem ersten Eindruck treu. Wir finden sowohl großartige Momente (z.B. „Polaroid“), die auf jeden Fall den Weg ins Radio und Ohr diverser Pophörer finden werden und auf der anderen Seite haben wir relativ belanglose Momente, wie z.B. in „Nah an perfekt“. In diesen Momenten kommt der künstlich klingende Sound relativ Nah an alte Schlagerbarden wie „Nino De Angelo“.

In „Breaking News“ hören wir da z.B.

 

„…ich brauch keine Headlines, ich brauch nur dich“

 

Und das zeigt ganz gut den größten Schwachpunkt dieses Albums: Die Texte. Den digital und unpersönlich klingenden Sound kann man verschmerzen, da die vermeintliche Zielgruppe da keinen großen Schwerpunkt setzen wird, aber textlich wär hier eine Menge mehr möglich gewesen, denn die Texte klingen sehr einfach, unpersönlich und schon 1000x gehört. Da nutzt leider auch das schöne Hipsterlogo auf dem Cover nichts.

Vielleicht bin ich auch einfach die falsche Zielgruppe und vielleicht leg ich zuviel Wert auf Texte und Authentizität, aber für mich klingt das ganze Album nicht rund und zu sehr nach Schlager.  Aber hey, die Sportfreunde waren letzte Woche nicht besser und sind schon eine ganze Ecke erfolgreicher.

 

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  1. Aufbruch (Intro)
  2. Spreng meine Brücken
  3. Mach neu
  4. Oben
  5. Polaroid
  6. Nah an perfekt
  7. Dein Fels
  8. Geschichte
  9. Breaking News
  10. Weck mich auf
  11. Keine Zeit mich zu beeilen
  12. Neben dir liegen
  13. Cola & Popcorn
  14. Amerika
  15. Neue Heimat (Outro)
Jan Sievers - Neue Heimat (kick-media, 14.10.2016)
2.0Gesamtwertung