Heute möchte ich mich den fünf Dortmundern von Tweak Machine zuwenden, die erstens mit „Supernova“ erst kürzlich ihre erste EP (vorerst in digitaler Form) veröffentlicht haben und mit deren Bandmitgliedern ich das eine oder andere Mal in meiner musikalischen als auch privaten Karriere bereits persönlich zu tun hatte.

So durfte ich doch damals in meiner alten Heimat schon mit Sänger Markus zusammen in einer Band spielen, mit Drummer Robin vor gefühlten tausend Jahren bei einem Anti-Rassismus Projekt gemeinsame Sache machen und mir von Gitarrist Dennis bei Aufnahmen unter die Arme greifen lassen… sorry Max und Jörg, aber wir kenne uns höchstens aus dem „Rattenloch“ in Schwerte!

So, jetzt habe ich aber genügend unwichtiges Insiderwissen verbreitet… nun also zu etwas komplett anderem, direkt zur Band und der besagten EP mit dem bereits erwähnten, sehr minimalistischen Titel „Supernova“! 😉

Erst vor gut 1½ Jahren von Markus, Robin und Dennis gegründet, war die Tweak Machine im Sommer 2015 dann vollständig und die Jungs begaben sich kurz darauf ins Studio um das vorhandene Material festzuhalten.

Dabei heraus gekommen sind sieben Songs, die angelehnt an den Alternative Rock der späten 90iger bzw. beginnenden 00er ein ordentliches und schön intoniertes Rock-Brett bieten… auch wenn man sich laut Markus musikalisch noch in der Findungsphase befindet, was sich auch im Abwechslungsreichtum der Stücke wiederspiegelt.

Zeigt der Opener „Ounce by Ounce“ eine gesunde Härte, so haben die Jungs bei der zweiten Nummer „Up in Flames“ direkt meinen „meine Güte, dass könnte jetzt aber gut und gerne auch im Radio laufen“ Nerv getroffen. Eine eingängige Melodie gepaart mit einem ebenso eingängigen und sanft gesungenen Text… der Song kann was!

Und spätestens nach „Bigger Than Me“ (welches mein persönliches Highlight der EP ist) weiß ich auch, warum Tweak Machine ihren Stil selbst mit Alternative Pop-Rock bezeichnen… nennt es wie ihr wollt, mir gefällt`s!

Einzig mit „Fit For Life“ werde ich bisher noch nicht warm, aber dafür bin ich bei “What Would You Do” direkt wieder beeindruckt im Thema und über „Running Out Of Dreams“ geht es zum großen Finale… der „Supernova“!

Geiler Song, schicker Abgang… so kann es mit den Dortmundern weiter gehen. Mal sehen wann wir mit dem ersten Longplayer rechnen dürfen!

Besonders auffällig ist die Spielfreude, die quasi bei jedem Ton zu spüren ist… aber wie sollte es auch anders sein, kennen sich die Jungs doch zum Teil bereits seit 20 Jahren und nach diversen gemeinsamen Bands bzw. Projekten (Pigs can Fly, Kickstern oder Penetrate Grey – um hier nur einige zu nennen!) war es klar, dass man sich untereinander zumindest musikalisch in- und auswendig kennen sollte.

Und das die Tweak Machine sich nun schnellen Schrittes auf die nächste Stufe des Treppchens heben wird, davon kann und muss man ausgehen… denn wie gesagt, Band und Bühnenerfahrung ist mehr als vorhanden!

Wenn man die Band aktuell irgendwie irgendwo einordnen müsste, dann bewegen sie sich meiner Meinung nach im Dunstkreis von Royal Republic, den Foo Fighters und den alten Sachen von Hereos del Silencio oder (sorry, was nun kommt tut nicht weh) Fury in the Slaugtherhouse… irgendwie so, oder auch ganz anders! 😉

Macht euch doch einfach selbst ein Bild… also los dann, ran an die „Supernova“!

 

Tweak Machine

Titel:
1. Ounce By Ounce
2. Up In Flames
3. Bigger Than Me
4. Fit For Life
5. What Would You Do
6. Running Out Of Dreams
7. Supernova

Tweak Machine – HOMEPAGE
Album: TWEAK MACHINE – Supernova (EP, 2016)

Tweak Machine – Supernova (DIY / Candy Factory, 31.05.2016)
4.5Gesamtwertung