Geradewegs aus Nordirland preschen Terminus mit ihrem zweiten Album „A Single Point Of Light“ nach Kontinentaleuropa. Terminus, das sind Sänger James Beattie und Multiinstrumentalist David Gillespie. Gemeinsam hat man sieben Songs eingespielt, welche in ihrer Gesamtheit doch ziemlich geil klingen.

Mit beiden Beinen fest im traditionellen Metal stehend, kombiniert das Studioprojekt treibendes Schwermetall der rassigen Sorte mit epischen Breitseiten. Die mitreißende Rhythmik spricht den Bauch an, während die Melodien und Refrains eher auf Kopfebene funktionieren. Trotzdem funktioniert beides miteinander ziemlich gut und sorgt für Begeisterung.

Gerade flotte Nummern wie „To Ash, To Dust“, das enorm antreibende „Mhira, Tell Me The Nature Of Your Existence“ oder das zum Fäusterecken angelegte „Cry Havoc“ reißen mit. Dazwischen findet man mit doomiger Schwere ausgestattete Longtracks der Marke „Harvest“ oder das große, heroische „Spinning Webs, Catching Dreams“.

Musikalisch zwar ziemlich geradlinig, aber doch interessant. Gesanglich mal heldenhaft, dann wieder emotional. Terminus spielen überraschend mit Stimmungen, welche ihre Klasse allerdings erst nach mehrmaligem Hören richtig offenbaren. Wer sich generell gerne in Musik und Texte verbeißt, findet vor allem in letzterem Fall Stoff. Denn mit Ausnahme der ersten drei Lieder ist der Rest in einer Science-Fiction-Story verknüpft.

Am Ende beweisen Terminus, dass doch einiges in ihnen steckt. Und „A Single Point Of Light“ ist ein unterhaltsames, rund 43-minütiges Hörerlebnis. Vielleicht nicht epochal, aber allemal viel mehr als nur durchschnittliches Fastfood!

 

Trackliste:
1. To Ash, to Dust
2. Harvest
3. As Through a Child’s Eyes
4. Flesh Falls from Steel
5. Mhira, Tell Me the Nature of your Existence
6. Cry Havoc
7. Spinning Webs, Catching Dreams

 

Terminus - A Single Point Of Light (Cruz del Sur Music, 08.11.2019)
4.0Gesamtwertung