Herr Athenar hat wieder zugeschlagen! Von einer echten Band möchte man hier nämlich nicht wirklich sprechen. Genau wie Annihilator und High Spirits ist Midnight im Studio nämlich ein Soloprojekt. Lediglich auf der Bühne erwächst das Ganze zu einem Trio. Macht aber nix, denn normalerweise klingt die Musik schön angenehm räudig, als würden ein paar Kumpels ihr rumpeliges Kellerprojekt anwerfen.

Nach der EP „Shox Of Violence“ melden sich Midnight jetzt mit ihrem neuen Album „Sweet Death And Ecstasy“ zurück. Wobei Album schon fast übertrieben ist. Die acht Songs gehen in 32 Minuten über die Ziellinie. Es gibt gewohnt rauen Stoff zwischen Venom und Motörhead, voller Rock’n’Roll, Speed und Bösartigkeit. „Penetratal Ecstasy“, „Bitch Mongrel“ oder das thrashige „Poison Trash“ klingen mal wieder recht spaßfördernd. „Rabid!“ gefällt mit seinem NWOBHM-Riff in bester Tank-Manier und der schon fast groovige Titeltrack entpuppt sich als kleiner Hit.

Fast so etwas wie eine Überraschung sind Anfang („Crushed By Demons“) und Schluss („Before My Time In Hell“) der Platte. Je über sechs Minuten lang, gibt man sich schon fast episch. Zum Anfang düster und böse in Celtic-Frost-Machart; die Endnummer schielt dabei Richtung verspielt-eingängiger Classic-Metal. Coole Sache.

„Sweet Death And Ecstasy“ funktioniert nach wie vor als Partyknüller für Zwischendurch für Metaller, die es gerne mal etwas derber möchten und für die Patronengurte und Killernieten zu einem standesgemäßen Outfit gehören!

P.S.: Die bereits im Oktober erschienene CD-Version enthält eine Bonusscheibe mit einer im Januar 2015 live aufgenommenen Probe der Band.

Trackliste:
1. Crushed by Demons
2. Penetratal Ecstasy
3. Here Comes Sweet Death
4. Melting Brain
5. Rabid!
6. Bitch Mongrel
7. Poison Trash
8. Before My Time in Hell

Midnight - Sweet Death And Ecstasy (Hell's Headbangers, 15.12.2017)
4.0Gesamtwertung