Ursprünglich waren Your Chance To Die wohl mal als Metalcore Kapelle unterwegs. Anscheinend hat sich die Band dann doch irgendwann dazu entschlossen Musik zu machen und ist auf technisch versierten Death Metal umgestiegen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden musikalischen Schubladen mögen klein sein, aber so wird man immerhin von unpassend eingestreuten Melodien verschont.

Sobald man dann auch auf den Play-Button gedrückt hat, geht die Party auch schon los. Man mag es nicht glauben, aber der Gesang wird von zwei Damen beigesteuert. Die Band kommt aus South Carolina, ich weiß nicht was es dort außer Wasser noch zu trinken gibt, es scheint aber die Kehlen der Sängerinnen Missi und Som so zu schmieren, das die Beiden die keifenden Growls problemlos aushalten können. Respekt!

Musikalisch ist „Ex Nihilo“ feinster Death Metal. Ob man Songs wie „End Of Siege“ oder „Shapeshifters“ progressiv oder einfach nur technisch versiert nennen mag ist eigentlich egal. Die Lieder des Albums sind vor allem überzeugend.
Das Highlight haben Your Chance To Die an das Ende von „Ex Nihilo“ gepackt. Das Schlagzeugtempo im Song „Ignite The Sky“ ist beeindruckend, die Gitarrenarbeit vom Feinsten.

Auch „Skinwalker“ ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Die Band beginnt hier mit einem fast epischen Intro, nach ein paar Takten wird dann allerdings wieder die Death Metal Furie losgelassen.
Musikalisch findet das hier alles auf hohem Niveau statt, was der Band zum Knalleralbum noch fehlt sind vielleicht ein paar eigene Trademarks. Sicherlich die beiden Sängerinnen sind solch ein Wiederekennungsmerkmal, allerdings wäre es dann schön, wenn die Damen sich ein wenig mehr unterscheiden würden!

Gutes Ding! Bin gespannt, wie sich Your Chance To Die weiterentwickeln!

1. Intro
2. End of Siege
3. Feeders
4. Skinwalker
5. Shapeshifters
6. Shadow and Flame
7. Omega
8. Ignite the Sky

https://www.facebook.com/yourchancetodiesc

Your Chance To Die - Ex Nihilo (EMP, 16.06.2017)
3.9Gesamtwertung